Katholische Pfarreien der Seelsorgeeinheit Wehr (Baden)
Heute: Verkündigung des Herrn - Liturgie: Schott Liturgische Tagestexte  

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Versöhnung

"Laßt euch mit Gott versöhnen!" (2 Kor. 5,20)

Sie sind herzlich eingeladen - der Priester erwartet Sie in violetter Stola als Zeichen der UmkehrBeichte - ist das nicht antiquiert? Braucht man das eigentlich noch? Dem Pfarrer sein Innerstes hervorkehren? Bringt das etwas?

Fraglos erfordert die persönliche Beichte oftmals Überwindung und stellt vielfach eine persönliche Herausforderung dar. In ihr liegt aber auch eine große Chance zum Neubeginn, eine große Möglichkeit zur Befreiung und das Angebot wieder mit Gott, der Kirche und sich selbst ins Reine zu kommen.

Wir möchten Ihnen mit der nachfolgenden kleinen biblischen Reflexion einen Impuls geben, über dieses großartige Heilszeichen nachzudenken.

Der Mensch - von der Sünde gelähmt (Mk. 2,1-12) 

Als Jesus einige Tage später nach Kafarnaum zurückkam, wurde bekannt, daß er (wieder) zu Hause war. Und es versammelten sich so viele Menschen, daß nicht einmal mehr vor der Tür Platz war; und er verkündete ihnen das Wort.

Da brachte man einen Gelähmten zu ihm; er wurde von vier Männern getragen. Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen (die Decke) durch und ließen den Gelähmten auf seiner Tragbahre durch die Öffnung hinab. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben! Einige Schriftgelehrte aber, die dort saßen, dachten im Stillen: Wie kann dieser Mensch so reden? Er lästert Gott. Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott? Jesus erkannte sofort, was sie dachten, und sagte zu ihnen:

Was für Gedanken habt ihr im Herzen? Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, daß der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben.

Und er sagte zu dem Gelähmten: Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! Der Mann stand sofort auf, nahm seine Tragbahre und ging vor aller Augen weg. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten: So etwas haben wir noch nie gesehen.

(Mk 2,1-12)

Einige Gedanken 

Ein Gelähmter wird zu Jesus gebracht. Die Menschen hoffen, daß Jesus ihn heilt. Jesus geht aber zunächst nicht auf dessen körperliches Leiden ein. Er verspricht ihm nicht: "Du kannst wieder gehen". Vielmehr antwortet er überraschend: "Deine Sünden sind dir vergeben". Jesus erkennt nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Lähmung des Menschen. Er spürt, was ihn in seinem Inneren unbeweglich macht und ihn fesselt. Deshalb sagt Jesus zu dem Gelähmten: "Deine Sünden sind dir vergeben." Er vergibt ihm alle Fehler - auch die Fehler, die er mit Absicht begangen hat. Doch mit der Sündenvergebung durch Jesus ist der Gelähmte zugleich von seiner körperlichen Lähmung befreit. "Steh auf!", fordert Jesus den Gelähmten auf.

Auch wir machen oft die gleichen Fehler. Wir versagen immer an der gleichen Stelle, als würde dieses Versagen zu uns gehören. In dieser Situation sagt Jesus zu uns: "Steh auf!" Das heißt: Verzweifle nicht, immer wieder den gleichen Fehler zu begehen, sondern glaube, daß Gott dich aufrichten kann. Glaube daran, daß es dir mit Gott gelingen kann, umzukehren und deine Schwäche zu überwinden.

GEBET 

Gott, unser Vater,
du rufst uns aus der Finsternis in dein Licht,
aus der Selbsttäuschung zur Wahrheit,
vom Tod zum Leben.

Befreie mich von meiner "Lähmung",
um aufzustehen und auf deinen Wegen zu gehen.
Sende deinen Heiligen Geist,
der meine Ohren öffne für deinen Ruf.
Erfülle mein Herz mit neuem Mut,
um mich auch in schwierigen Zeiten
mit deinem Sohn auf den Weg zu machen.

Einladung 

Das Sakrament der Versöhnung ist ein Geschenk auf unserem Lebensweg. Termine erfahren Sie aus der Gottesdienstordnung(Gottesdienste).Oder rufen Sie einfach bei uns im Pfarrbüro (Kontakt) an um einen Termin zu vereinbaren


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