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2 Südkurier 14 Juni 06

Bericht im Südkurier nach einem Gespräch mit Stadtpfarrer Kirner

St. Martin greift bei Orgel in die Tasten Gesicherte Finanzierung und Einweihung im Frühjahr 2007

Schon jetzt dürfen sich besonders die Katholiken der Seelsorgeeinheit (SE) Wehr, Öflingen und Schwörstadt auf ein besonderes Ereignis freuen. Denn im Frühjahr 2007 kann in der katholischen Pfarrkirche St. Martin die neue Orgel eingeweiht werden. Wehr VON ALFONS EBNER

Teil des Prospekte der alten Wehrer OrgelWehr - Die Orgel wird vom renommierten Orgelbauer Metzler in der schweizerischen Industriestadt Dietikon bei Zürich hergestellt und zu gegebener Zeit auf der Empore eingebaut, informierte Pfarrer Matthias Kirner auf Anfrage des SÜDKURIER. Die Kosten für die neue Orgel bezifferte er mit rund 500000 Euro. Dank einer großzügigen Spende im sechsstelligen Bereich, zahlreicher sonstiger Spenden und ertragreicher Aktionen "ist das meiste Geld für die Finanzierung vorhanden."

Für die Restfinanzierung, die mögliche Teuerungsrate und Lohnsteigerungen, so fügte Pfarrer Kirner hinzu, fehlen allerdings noch über 50000 Euro. Er ist jedoch zuversichtlich, daß diese Mittel durch weitere Spenden und verschiedene Aktivitäten sowie den Verkauf von Teilen der alten Orgel, besonders Pfeifen, aufgebracht werden.

Unzufriedenheit über die vor 70 Jahren gebaute Hauptorgel in der Pfarrkirche St. Martin äußerten die dort wirkenden Organisten schon vor Jahren. Pfarrer Matthias Kirner, der im Mai 2000 nach Wehr kam, ergriff im Herbst 2002 die Initiative, informierte darüber den Pfarrgemeinderat (PGR) und den Stiftungsrat (SR). Da seinerzeit das Geld für eine neue Orgel fehlte, erwogen die zuständigen Gremien zunächst, die Orgel total überholen und reparieren zu lassen.

Der erzbischöfliche Orgelinspektor Bernhard Marx und befragte Orgelbauer rieten von einer Reparatur jedoch dringend ab. Nach Ansicht von Pfarrer Kirner hätte sie vermutlich auch Kosten von rund 200000 Euro verursacht. Eine Summe, die niemand für die "alte" Orgel investieren wollte, zumal die Störungsanfälligkeit geblieben wäre, die sich früher oder später wieder kostspielig bemerkbar gemacht hätte.

Unverhofft trat eine segensreiche Fügung ein. Die Pfarrgemeinde St. Martin erhielt eine zweckgebundene Spende in sechsstelliger Höhe für den Bau einer neuen Hauptorgel in der St. Martinskirche. Diese Spende veranlaßte den Pfarrgemeinderat und Stiftungsrat, den Reparatur-Gedanken fallen zu lassen und im Sinne des großzügigen Spenders zu handeln. Verschiedene Angebote wurden eingeholt und nach deren qualifizierter Prüfung und mit Zustimmung des Freiburger Ordinariats, beschlossen PGR und SR, den Orgelbauer Metzler (Dietikon/Schweiz) zu beauftragen, die neue Orgel zu bauen. Dieser arbeitet schon seit einigen Monaten an dem Projekt.

Stadtpfarrer Matthias KirnerWie Pfarrer Kirner erläuterte, werde die neue Orgel im typisch, französisch-romantischen Klangbild geschaffen, erhalte rund 30 Register und zwei Manuale. Die technische Ausstattung sei "rein mechanisch mit dem nötigen Maß an Elektronik, was für die Lebensdauer der Orgel wichtig ist." Das neue Gehäuse wird aus Eichenholz hergestellt. Im Vergleich zur alten Orgel werde die neue schmaler, dafür aber höher sein. Der Orgelspieltisch wird in das Gehäuse integriert.

Der Abbau der alten Orgel, so Pfarrer Kirner, erfolge zu gegebener Zeit. Kirner hofft, daß angebotene einzelne Teile, hauptsächlich Orgelpfeifen, von Interessenten zur Erinnerung gekauft werden, so daß auch dieses Geld für die neue Orgel verwendet werden könne. Gleichfalls denkt Pfarrer Kirner, daß die Musik der "Königin der Instrumente" nicht nur die Katholiken der SE und benachbarter Pfarreien erbauen werde, sondern auch andere Besucher der Kirche, die sie hören, denn sie sei zugleich ein Kulturgegenstand. Ausdrücklich hob er auch hervor, daß durch die Anschaffung der neuen Hauptorgel das weltkirchliche Engagement der SE nicht weniger werde - der Orgelbau laufe extra und "kein Mensch werde darunter leiden müssen." Die Zustimmung für den Orgelneubau ist für Pfarrer Kirner gleichzeitig ein "klares Bekenntnis in die Zukunft und Ausdruck unseres Glaubens". Denn zu einer lebendigen Gemeinde gehöre in den kirchlichen Gottesdiensten auch eine würdige Orgel, so Kirner.

Bericht: Alfons Ebner, wir danken dem Südkurier für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung seines Berichtes


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