Katholische Pfarrei St. Martin Wehr (Baden)
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Der Einbau der Zinnpfeifen

Mitte der dritten Bauwoche: Anlieferung und Beginn des Einbaus der Metallpfeifen

Prospektpfeifen nach dem Öffnen der TransportkistenNachdem die ersten beiden und der Beginn der dritten Woche vom Aufbau des Gehäuses und dem Einbau der Traktur und der Holzregister ausgefüllt waren, wurden am 23.5.2007 die Zinnpfeifen angeliefert.

Verpackt in hölzernen Transportkisten und geschützt durch hölzerne Zylinder in den Pfeifen sowie größer Mengen Holzwolle als Polster kamen die für unsere Orgel bei Metzler in Dietikon angefertigten Zinnpfeifen in Wehr an. Ein weiteres Mal war der hintere Bereich unserer Pfarrkirche mit Material für die Orgel belegt, das über den eigens dafür eingebauten Kran auf die Empore gehievt wurde.

Eine Transportkiste mit Orgelpfeifen wird auf die Empoer gehoben... ...und anschließend ausgepackt... ... und von Holzwolle befreit. Nach der Entfernung von Resten des Stopfmaterials wird Pfeife für Pfeife an die vorbereitete Stelle gebracht

Ein zweites Mal verwandelte sich die St. Martinskirche in ein Lager für Orgelbauteile. Gewaltige Prospektpfeifen, ganze Register kleiner Pfeifen und teilweise skurril geformte Stücke warteten auf den Einbau die vorbereiteten Pfeifenblöcke. Zügig fanden die Pfeifen ihren vorgesehenen Platz.

Eine Unmenge Kleinpfeifen wartet Stück für Stück verpackt auf den Einbau Ganze Register nach dem Auspacken Eine gebogene und mehrere konische Pfeifen Pfeifenblöcke

Register für Register wurde in die Pfeifenblöcke eingebaut. Auf dem nachfolgenden Bild links unten sind noch offene Bohrungen zur Aufnahme weitere Pfeifen erkennbar. Das mittlere Bild ist vom Prospekt her aufgenommen. Hier sind die Öffnungen für die noch einzubauenden horizontal liegenden Trompetenregister deutlich erkennbar. Auf dem rechten Bild ist ein Detail der im Orgelinnern liegenden Register abgebildet. Diese haben eine gehämmerte Oberfläche. Zweck dieser Oberflächenbearbeitung ist es eine höhere Steifigkeit des Zinns zu erzielen sowie den Klang zu verbessern. Am unteren Bildrand erkennt man die Luftzuführungen für die einzelnen Pfeifen.

Teilweise gefüllte Pfeifenblöcke. Die Bohrungen zur Aufnahme der Pfeifen sind deutlich erkennbar Register direkt hinter dem Prospekt. Im Orgelgehäuse die Öffnungen für die Trompetenregister Die Pfeifen im Innern der Orgel haben eine gehämmerte Oberfläche. Am unteren Bildrand erkennt man die Luftzuführungen Von Tag zu Tag füllte sich das Gehäuse weiter. Im Hintergrund erkennbar die mechanische Traktur

Im Gegensatz zu den Pfeifen im Innern der Orgel haben die Prospektpfeifen eine spezielle Legierung, die es ermöglicht das Hämmern zu vermeiden und hochglänzende Oberflächen herzustellen.

Ein Moment besonderer Anspannung war der Einbau der großen Prospektpfeifen. Zum Schutz der fein polierten Oberflächen mußten Handschuhe verwendet werden. Nach der Reinigung und dem Auffrischen der Politur mit feiner Polierwatte kam der große Moment. Aufgrund der Größe der Pfeifen, der Höhe der Orgel eine Mischung aus Artistik, Kraft, Konzentration und Präzision.

Matthias Metzler beim Auffrischen der Politur Kletterpartie zum Ort des Einbaus Aufrichten der größten Prospektpfeife Kurz vor dem entscheidenden Moment
Muskelkraft, Präzision und Balance - der entscheidende Moment Geschafft! Nach über drei Stunden harter Arbeit waren alle zentrelen Prospektpfeifen an der richtigen Stelle Am Ende der dritten Bauwoche war die äußere Gestalt der Orgel klar erkennbar

Am Ende der dritten Bauwoche war die äußere Gestalt der Orgel klar erkennbar.


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