Katholische Pfarrei St. Martin Wehr (Baden)
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Hochaltar

Der neoklassizistische Hochaltar der St. Martinskirche in Wehr

Interaktive Besichtigung des Hochaltars der Pfarrkirche St. Martin in Wehr 

Was Sie schon immer über die Darstellungen aus unserem Hochaltar wissen wollten... Ihr über das Photo gleitender Mauszeiger verrät es Ihnen...

Hochaltar

Der Hochaltar von 1910 / 11 

Im Rahmen der letzten großen baulichen Veränderung der Kirche wurde von den Brüdern Eugen und Viktor Metzger aus Überlingen ein neoklassizistischer Hochaltar geschaffen. Zentrales Bildwerk ist das Relief mit der Huldigung der Hl. Drei Könige, flankiert von Darstellungen wichtiger Heiliger aus unserem Bistum und gekrönt von einer Medaillon mit der Mantelteilung des Hl. Martin.

Der ganze Altar ist um den zentralen. mächtigen Tabernakel gruppiert, der von der Darstellung eines Pelikan, der mit seinem Blut seine Kinder nährt gekrönt ist. Dieses zentrale Element, auf das alle Darstellungen hinführen macht unseren Hochaltar in der Pfarrkirche St. Martin zu einem ausgesprochenen Sakramentsaltar.

Beschreibung der einzelnen Darstellungen im Hochaltar 

Der Heilige Martin teilt seinen Manrel Der Heilige Martin teilt seinen Mantel mit einem Bettler - eine von insgesamt 3 Darstellungen der Mantelteilung in unserer Kirche.

An einem Tag im Winter begegnete Martin am Stadttor von Amiens einem armen, unbekleideten Mann. Außer seinen Waffen und seinem Militärmantel trug Martin nichts bei sich. In einer barmherzigen Tat teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen. In der folgenden Nacht ist ihm nach der Legende dann im Traum Christus erschienen, bekleidet mit dem halben Mantel, den Martin dem Bettler gegeben hatte. Das Wort Jesu aus Mt 25, 35-40 - ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben ... Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan, realisiert sich in Martins Leben.

Fridolin von Säckingen Hl. Fridolin von Säckingen (* in Irland; + 538 in Bad Säckingen), Apostel der Alemannen, dargestellt als Benediktinermönch mit Modell des Säckinger Münsters war Glaubensbote am Oberrhein und Abt des Klosters Säckingen. Fridolin war irischer Wandermönch, der zunächst in Poitiers in Gallien tätig war, wo er die Gebeine des heiligen Hilarius von Poitiers erhob und eine Kirche erbaute. Der Legende nach beauftragte ihn Hilarius im Traum, auf einer bestimmten Rheininsel ein Kloster zu errichten. Auf dem Weg von Poitiers nach Säckingen gründete Fridolin eine Reihe von Kirchen, die er alle Hilarius weihte, unter anderem an der Mosel und in Straßburg. Fridolin ist Schutzpatron des Kantons Glarus (Schweiz). Fridolin gründete in Säckingen das älteste Kloster Süddeutschlands, das Ausgangsort für die Missionierung des heutigen Baden-Württemberg wurde. Daher wird Fridolin auch als Apostel des badischen Oberlandes bezeichnet. Fridolin wird oft zusammen mit einem Skelett dargestellt. Der Legende nach erweckte Fridolin den Bauern Urso vom Tod (daher das Skelett), damit er eine Schenkung bestätigen konnte, die er zu Lebzeiten dem Fridolin gemacht hatte.

Sel. Markgraf Bernhard von Baden Sel. Bernhard II. von Baden (* 1428/1429 in Baden-Baden; + 15. Juli 1458 in Moncalieri bei Turin/Italien) war der zweite Sohn Markgraf Jakobs I. von Baden. Bernhard II. erkannte eine ganze Reihe von Mißständen seiner Zeit und versuchte, Not und Armut beispielgebend zu lindern, indem er den größten Teil seines Einkommens den Bedürftigen überließ. Darüber hinaus fiel er durch eine ausgeprägte Frömmigkeit auf. Schon zu Lebzeiten beeindruckte er damit seine Zeitgenossen. Unter dem Eindruck der Eroberung Konstantinopels durch die Türken im Jahr 1453 plante das habsburgische Kaiserhaus einen Kreuzzug gegen das expandierende Osmanische Reich. Bernhard II. wurde in die europäischen Fürstenhäuser geschickt, um für dieses Projekt zu werben. Nach seiner Seligsprechung hat ihn die katholische Markgrafschaft Baden-Baden zum Schutzheiligen erkoren; das Erzbistum Freiburg verehrt ihn noch heute als Schutzpatron. Sein Gedenktag ist der 15. Juli.

Hl. Bischof Konrad von KonstanzHl. Bischof Konrad von Konstanz, (* um 900; + 26. November 975) Er erhielt im Konstanzer Domkapitel seine geistliche Ausbildung, trat in die Kanonikergemeinschaft ein und wurde 934 von seinen Mitkanonikern und unter Einflußnahme des Augsburger Bischofs Ulrich von Augsburg (923-973) zum Bischof von Konstanz gewählt. Konrad von Konstanz gehört zu den herausragenden Bischöfen des frühen Mittelalters. Er hat das größte Bistum nördlich der Alpen mehr als 40 Jahre geleitet, wird seit dem 1. Laterankonzil 1123 als Heiliger verehrt und ist Patron der Erzdiözese Freiburg. Zahlreiche Kirchen gehen auf seine Initiative zurück, ebenso Klöster und Spitäler, die er mit großen Geldmengen aus seinem Privatvermögen fördert. Konrad gilt als ausgezeichneter Verwalter des Bistums und wird wegen seiner mildtätigen Werke und Frömmigkeit verehrt. Die Legende betont seine außerordentliche Selbstbeherrschung: Als während des österlichen Pontifikalamtes eine Spinne in den Kelch fällt, trinkt der Bischof ohne Scheu. Die Spinne aber kommt, so berichtet die Vita, als er sich später zum Mittagessen setzt, wieder aus seinem Munde hervor. Konrad wird daher mit einer Spinne als Attribut dargestellt.

Hl. Bischof Wolfgang von Regensburg Hl. Bischof Wolfgang von Regensburg (* um 924 in Nordschwaben, wahrscheinlich Pfullingen; + 31. Oktober 994 in Pupping, heute Oberösterreich) besuchte als Zehnjähriger die Klosterschule Reichenau und kam später an die neu gegründete Domschule in Würzburg. Um 956 übernahm er die Leitung der Domschule in Trier und wurde dort als Laie Dekan, Chef des Domkapitels. Er bemühte sich im Sinne des heiligen Benedikt um Reformen für eine strengere Lebensordnung der Domkapitulare wie die Abschaffung des Privateigentums. Nach dem Tod Heinrichs von Babenberg wurde Wolfgang von Kaiser Otto I. nach Köln geholt. Dort lehnte er ab, sich zum Bischof weihen zu lassen und trat 965 in das Benediktiner-Kloster Einsiedeln in der Schweiz ein, wo er 968 im Alter von 43 Jahren von Ulrich von Augsburg zum Priester geweiht wurde. 971 ging Wolfgang als Missionar nach Ungarn, wurde jedoch 972 zurückgerufen und gegen Ende des Jahres zum Bischof von Regensburg geweiht. Auf Abbildungen und Statuen wird der heilige Wolfgang stets mit den Heiligenattributen Bischofsstab und Kirche, manchmal zusätzlich auch mit einem Beil dargestellt.

Tabernakel mit Pelikan Tabernakel mit Pelikan Der Tabernakel - "Zelt Gottes" hier werden die gewandelten Hostien aufbewahrt, in denen unser Herr Jesus Christus im Sakrament gegenwärtig ist. Die Figur des Pelikan im Zusammenhang mit der Eucharistie geht auf eine antike Legende zurück, in der ein Pelikan seine Jungen mit seinem Blut ernährt. Allegorisch wird dieses Symbol auf Jesus in der Eucharistie übertragen, der mit seinem Fleisch und Blut die Gläubigen nährt.

Jesus als der Schmerzensmann Glasfenster Jesus als Schmerzensmann Jesus der Christus, der Erlöser wird dargestellt als der Schmerzensmann mit Dornenkrone und Rohr "-zepter" als Zeichen der Verspottung, Nimbus ums Haupt, entblößtem Oberkörper, Leidensausdruck im Gesicht.

Diese Leidensfigur schließt zusammen mit der Schmerzensmutter auf dem Fenster gegenüber den Hochaltar ein, in dessen Zentrum im Tabernakel der Auferstandene Herr im Heiligen Brot gegenwärtig ist.

Maria als Mater Dolorosa Glasfenster Mater Dolorosa Maria als Mater Dolorosa in fürbittender Haltung als Schmerzensmutter mit Nimbus und mit zum Gebet gefalteten Händen, den Blick schmerzlich auf den Sohn auf demgegenüber liegenden Fenster gerichtet. Die Farben der Kleidung entsprechen der Tradition: das rote Kleid weist hin auf die Herkunft aus der erlösungsbedürftigen Menschheit, der blaue Mantel ist Hinweis darauf, daß sie "voll der Gnade" Christi ist, die das Rot überdeckt. Der weiße Schleier weist hin auf die Teilhabe an der Auferstehung, ihre volle Verfügbarkeit für Gott, ihre Jungfräulichkeit.


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