Katholische Pfarrei St. Martin Wehr (Baden)
Heute: Hl. Bartholomäus, Apostel - Liturgie: Schott Liturgische Tagestexte  

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Apostelleuchter

Geschenk der Stadt Wehr zum großen Jubiläum - die Restaurierung der Apostelleuchter

"Die Mauer der Stadt hat zwölf Grundsteine; auf ihnen stehen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes." Offb. 21,14

Leuchter an der Säule des Apostels Petrus - die Restaurierung der Apostelleuchter Leuchter ist das Geschenk der Stadt Wehr zum großen Jubiläum 750 Jahre Pfarrei 100 Jahre Neukonsekration der Martinskirche im Jahr 2011 Es ist kein Zufall, daß unser Kirchenbau, wie die meisten Kirchen, auf 12 Hauptsäulen ruht - jede Säule symbolisiert einen der Zwölf Apostel, auf denen nach dem Zeugnis der Bibel die Kirche in ihrer Gesamtheit im Himmel und auf Erden ruht.

Angeführt wird die Schar der Apostel von den beiden Apostelfürsten Petrus und Paulus auf den ersten beiden Vierungssäulen. Paulus, der als einziger von Christus nicht zu Lebzeiten berufen worden ist und den christlichen Glauben außerhalb des Judentums verbreitet hat und Petrus, der Fels auf dem nach dem Wort Christi die Kirche gebaut ist. Seit frühesten Zeiten stehen deshalb die Nachfolger Petri als Bischöfe von Rom der Weltkirche vor.

So zeigen die Apostelleuchter, die nun wieder an jeder der 12 Säulen, die unsere Kirche tragen vor den Reliefs der 12 Apostel brennen, wie das Licht, das durch alles Dunkel unseres Lebens leuchtet, durch das Zeugnis der Apostel überliefert und bezeugt wurde. Dieses Licht wird durch die apostolische Sendung der Kirche bis heute authentisch in der Welt verkündet.

Unser großer Dank gilt der Stadt Wehr und insbesondere Herrn Bürgermeister Michael Thater für dieses großherzige Geschenk von kunsthistorischen aber vor allem von großem spirituellen Wert.

Die Texte zu den einzelnen Aposteln finden Sie auf der Internetseite www.heilige.de, dem Namenstagskalender von Prof. Dr. Manfred Becker - Huberti. Hier können Sie Zusammenfassungen der Viten vieler Heiliger lesen, deren Festtage nachschlagen und die Wurzeln heute gebräuchlicher Rufnamen erfahren. Die Quelle für diese Seite ist das im Herder Verlag erschienene Buch Der große Namenstagskalender.

Interaktiver Führer zu den Apostelreliefs der Pfarrkirche St. Martin Wehr 

Lassen Sie einfach den Mauszeiger über die betreffende Säule auf dem Grundriß gleiten - es öffnet sich dann ein Fenster mit dem entsprechenden Apostelrelief...

Grundriss der Pfarrkirche St. Martin Wehr

Biblische Grundlagen 

Johannes schreibt über das himmlische Jerusalem: Die Mauer der Stadt hat zwölf Grundsteine; auf ihnen stehen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. (Apk 21,14). Paulus spricht in Bezug auf die Apostel im Galaterbrief explizit von Säulen, auf denen die Gemeinde ruht: Deshalb gaben Jakobus, Kephas und Johannes, die als die "Säulen" Ansehen genießen, mir und Barnabas die Hand zum Zeichen der Gemeinschaft (Gal 2,9). Das Bekenntnis zum Fundament der Apostel gehört derart zum Wesen der Kirche, daß es Teil des Glaubensbekenntnisses ist - "wir glauben ... an die eine, heilige und apostolische Kirche "

So finden sich auf den Säulen unserer Kirche Reliefs mit den symbolhaften Darstellungen der Apostel, die durch ihre sogenannten Attribute erkennbar sind. Bei diesen Attributen handelt es sich oft um martialische Gerätschaften - nicht weil die Apostel diese zum Einsatz gebracht hätten, sondern weil sie der Überlieferung nach durch diese Werkzeuge das Martyrium erlitten haben.

Die Leuchter vor den Apostelreliefs, die Apostelleuchter nehmen Bezug auf eine Stelle im Matthäus Evangelium. Dort sagt der Herr in der Bergpredigt: Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Mt 5,14-16).

Der Stadt Wehr sei an dieser Stelle nochmals für die Restaurierung der Leuchter gedankt.

Beschreibung der einzelnen Apostelreliefs in der Pfarrkirche St. Martin Wehr 

Der Apostel Petrus - Säulenrelief in der Pfarrkirche St. Martin Wehr Der Apostel Petrus stammt ursprünglich aus Bethsaida, lebte als Fischer mit seiner Familie in Kafarnaum, als Jesus, der ihm den Beinamen Kephas [Griechisch: Petrus = Fels] verlieh, ihn und seinen Bruder Andreas als Jünger berief. Petrus war mit Johannes und Jakobus Zeuge de Auferweckung der Tochter Jairus, der Verklärung auf dem Berge und der Todesangst Jesu. Im Apostelkreis war Petrus der anerkannte Wortführer, der auch das Messiasbekenntnis ablegte. Zwar verleugnete er den Herrn nach der Gefangennahme, doch war er einer der ersten Zeugen der Auferstehung. In der Gemeinde zu Jerusalem nahm Petrus eine führende Stellung ein, die Jakobus übernahm, als Petrus sich auf Missionsreise begab. Zum Apostelkonzil um 48/50 war Petrus wieder in Jerusalem. Später wirkte er in Antiochien, Kleinasien und schließlich Rom. Hier erlitt er nach der Überlieferung unter Nero (64-67) den Tod durch Kreuzigung. Die jüngsten Ausgrabungen unter der Peterskirche in Rom haben die ursprüngliche Lage des Petrusgrabes, bei dem Zeichen einer frühen Petrusverehrung nachgewiesen sind, gesichert.
Fest: 29. Juni, Hochfest Peter und Paul
Attribut: Schrägbalkenkreuz
Quelle: www.heilige.de

 

Der Apostel Paulus - Säulenrelief in der Pfarrkirche St. Martin Wehr Der Apostel Paulus, mit jüdischen Namen Saul, war um 10 v. Chr. In Tarsos von jüdischen Eltern geboren und hatte von seinen Vater das römische Bürgerrecht geerbt. Auf Grund seiner Erziehung und seines Studiums in Jerusalem war Paulus ein treuer Anhänger des Glaubens seiner Väter. So mußte er in einem gekreuzigten Messias ein Ärgernis erblicken, das ihn zu einem hartnäckigen Christenverfolger werden ließ. Auf der Reise nach Damaskus, wo er die Christengemeinde ausrotten wollte, erlebte er vor den Toren der Stadt eine Erscheinung des Gekreuzigten, die in Paulus eine vollständige Umkehr bewirkte. In Damaskus wurde er getauft und ging dann nach Arabien. Fortan wirkte Paulus vor allem unter den Heiden. Auf drei großen Missionsreisen gründete er christliche Gemeinden in Kleinasien, Mazedonien und Griechenland. Auf dem Apostelkonzil zu Jerusalem erkämpfte Paulus für die Heidenchristen die Freiheit von mosaischen Gesetz. Einer Gefangenschaft in Cäsarea folgte eine Haft in Rom. Mit dem von ihm gegründeten Gemeinden blieb Paulus durch Briefe in Verbindung. Ob er eine geplante Spanienreise ausführen konnte, ist unsicher. Die altkirchliche Überlieferung berichtet von einer zweiten Gefangenschaft des "Völkerapostels" in Rom und seine Tod durch das Schwert in der Zeit Neros (64-67).
Fest: 29. Juni, Hochfest Peter und Paul
Attribut: Schwert
Quelle: www.heilige.de

Der Apostel und Evangelist Johannes - Säulenrelief in der Pfarrkirche St. Martin Wehr Der Apostel und Evangelist Johannes, Sohn des Zebedäus und der Salome, Bruder des älteren Jakobus, war zuerst Jünger des Täufers Johannes. Die Zebedäussöhne waren am See Gennesaret von Jesus zu Jüngern berufen worden und genossen mit Simon Petrus eine Vorrangstellung. Sie durften bei der Verklärung und im Garten Gethsemani anwesend sein. Johannes war der Jünger, den Jesus liebte und dem er unter dem Kreuz seine Mutter anvertraute. Später war Johannes eine der Säulen der Gemeinde von Jerusalem und Samaria. Nach alter Überlieferung hat Johannes später in Ephesus gewirkt. Unter Domitian wurde er auf die Insel Patmos verbannt, wo er die Geheime Offenbarung schrieb. Als er nach Ephesus zurückgekehrt war, verfaßte er dort das vierte Evangelium und die Briefe. In Ephesus ist er dann auch in hohem Greisenalter um das Jahr 100/101 gestorben. Das älteste Zeugnis für seine Verehrung bildet um 200 die Johanneskirche mit seinem Grab in Ephesus. In Rom wurde unter Papst Hadrian I. (772-795) die Kirche des hl. Johannes vor dem Lateinischen Tor eingeweiht. - Neuere Exegeten unterscheiden zwischen dem Lieblingsjünger Johannes, dem Apostel Johannes, dem Evangelisten Johannes und dem Verfasser der Geheimen Offenbarung.
Fest: 27. Dezember
Attribut: Evangelist - Buch; Kelch mit Schlange, jünglingshaftes Antlitz
Quelle: www.heilige.de

Der Apostel Jakobus der Jüngere - Säulenrelief in der Pfarrkirche St. Martin Wehr Der Apostel Jakobus der Jüngere, der Jüngere war der Sohn des Alphäus und wurde von Jesus zum Apostel berufen. Sein Name wird im Neuen Testament nur in den Apostelkatalogen erwähnt. Doch wird er schon in der alten Kirche mit dem "Herrenbruder" Jakobus gleich gesetzt.
Fest: 3. Mai
Attribut: Walkerstange
Quelle: www.heilige.de

 

 

 

 

 

Der Apostel Andreas - Säulenrelief in der Pfarrkirche St. Martin Wehr Der Apostel Andreas, stammte aus Bethsaida in Galiläa und war später mit seinem Bruder Simon Petrus in Kapharnaum ansässig. Andreas war zuerst Jünger des Täufers Johannes, ging aber auf dessen Wink hin zu Jesus, dem er auch seinen Bruder zuführte. Nach dem Wunder des reichen Fischfanges schloß sich Andreas ganz Jesus an. Nach der Überlieferung predigte Andreas den Glauben im Gebiet des Schwarzen Meeres sowie in Thrakien und Griechenland. Hier erlitt er zu Patras in Achaia am 30. November 60 den Tod an einem schrägen Kreuz. Seine Reliquien kamen 356 in die Apostelkirche zu Byzanz, 1208 nach Amalfi, das Haupt 1462 nach Rom. Letzteres wurde 1964 durch Papst Paul VI. nach Patras zurückgegeben.
Fest: 30. November
Attribut: Schrägbalkenkreuz
Quelle: www.heilige.de

 

Der Apostel Bartholomäus - Säulenrelief in der Pfarrkirche St. Martin Wehr Der Apostel Bartholomäus, erscheint unter diesem Namen nur in den Apostelkatalogen der Heiligen Schrift. Wahrscheinlich war Bartholomäus ein Beiname des Nathanael aus Kana in Galiläa. Nach der Überlieferung, die bis ins 2. Jh. hinabreicht, soll Bartholomäus in Mesopotamien, Armenien und Indien die Frohbotschaft verkündet haben. Er soll den Tod durch Abziehen der Haut gefunden haben, was auf den von den Persern beherrschten Teil Syriens hinweist. Reliquien kamen 983 durch Kaiser Otto III. nach Rom, die Hirnschale 1238 nach Frankfurt am Main.
Fest: 24. August
Attribut: Messer
Quelle: www.heilige.de

 

 

 

Der Apostel Matthias - Säulenrelief in der Pfarrkirche St. Martin Wehr Der Apostel Matthias, wurde durch das Los als Ersatz für den Verräter Judas gewählt. Er soll später zuerst in Judäa, dann bei den Heiden, besonders in Äthiopien, das Evangelium verkündet haben. Doch gibt es weder über sein späteres Leben noch über seinen Tod sichere Nachrichten. Seine Reliquien sollen im Auftrag der Kaiserin Helena durch den Bischof Agritius nach Trier gebracht worden sein, wo sie 1050 und wieder um 1127 erhoben wurden. Sie befinden sich in der Eucharius-Basilika, die seit 1127 nach Matthias benannt wird. Die Matthias-Reliquien wurden das Ziel einer weit verbreiteten Wallfahrt, die bis heute von Matthias-Bruderschaften getragen wird. Der neue römische Kalender hat das Fest des Apostels Matthias auf den 14. Mai verlegt.
Fest: 24. Februar
Attribut: Buch, Messer
Quelle: www.heilige.de

 
 

Der Apostel Jakobus der Altere - Säulenrelief in der Pfarrkirche St. Martin Wehr Der Apostel Jakobus der Altere, Sohn des Fischers Zebedäus und der Salome, war wie ein jüngerer Bruder Johannes (der Evangelist) ebenfalls Fischer am See Gennesaret. Der Herr berief gleichzeitig beide Brüder, die wegen ihres stürmischen Temperament "Donnersöhne" genannt wurden. Mit Petrus gehörten Jakobus und Johannes zu den Bevorzugten Jüngern, die bei der Erweckung der Tochter des Jairus, bei der Verklärung auf dem Berge und beim Leidensbeginn im Garten Gethsemani zugegen waren. Jakobus war der erste aus dem Kreis der Apostel, der um Ostern 44 durch König Herodes Agrippa den Martertod erlitt. Nach alter spanischer Überlieferung wurde der Leib des Apostels nach Santiago de Compostela gebracht und dort im 9. Jh. von Bischof Theodomir von Iria aufgefunden. Seitdem entwickelt sich dort am Grab des Apostels die Wallfahrt, die vom 10. bis zum 15. Jh. in der ganzen Christenheit berühmt war. Aus allen christlichen Ländern führten Pilgerstraßen nach Compostela, die mit Jakobuskirchen und Hospizen gesäumt waren. Zeitweise genoß Jakobus von allen Aposteln die größte Verehrung beim Volk.
Fest: 25. Juli
Attribut: Muschel, Pilgerhut, Pilgerstab
Quelle: www.heilige.de

Der Apostel Thomas - Säulenrelief in der Pfarrkirche St. Martin Wehr Der Apostel Thomas, in allen Apostelkatalogen erwähnt, erklärt seine Bereitschaft, mir dem Herrn in den Tod zu gehen (Joh. 11,16). Bei der Erscheinung des Herrn am Auferstehungstag war Thomas im Jüngerkreis nicht anwesend. Daher zweifelte er zunächst an der Auferstehung. Acht Tage später bekennt Thomas bei einer weiteren Erscheinung des Auferstandenen seinen Glauben mit dem Ruf: "Mein Herr und mein Gott" (Joh. 20,28). Nach der Überlieferung verkündete Thomas später das Evangelium bei den Parthern und in Indien. Hier soll er durch Schwert oder Lanze den Tod als Märtyrer gefunden haben. An dem angeblichen Ort des Martyriums, dem Thomasberg bei Mailapur / Madras, wurde 1547 eine Kirche errichtet, in der das 1574 entdeckte Thomaskreuz aus dem 6./8. Jh. aufbewahrt wird. Teile der Reliquien wurden im 3. Jh. nach Edessa, von dort 1258 nach Chios und später weiter nach Ortona an der Adria gebracht. Als der Tag der Übertragung der Reliquien nach Edessa wurde seit alters her der 3. Juli gefeiert.
Fest: 3. Juli
Attribut: Lanze, Winkelmaß
Quelle: www.heilige.de

Der Apostel Judas Thaddäus - Säulenrelief in der Pfarrkirche St. Martin Wehr Der Apostel Judas Thaddäus, wahrscheinlich Sohn eines Jakobus, war von Jesus zum Apostel berufen worden. Er ist nicht mit Judas, dem Bruder des Simeon gleichzusetzen. Außer in den Apostelkatalogen wird er im Neuen Testament kaum erwähnt. Die schon in alter Zeit verworrene Überlieferung gibt keine Klarheit, wo er später den Glauben verkündigt hat und als Märtyrer gestorben ist. Seit Ende des 18. Jh.s ist seine Verehrung im Steigen begriffen.
Fest: 28. Oktober
Attribut: Hellebarde, Steine, Keule, Beil
Quelle: www.heilige.de

 

 
 

Der Apostel Simon der Zelot - Säulenrelief in der Pfarrkirche St. Martin Wehr Der Apostel Simon der Zelot, Apostel Jesu, wird im Neuen Testament nur in den Apostelkatalogen genannt. Sein Beiname "Zelotes" [der Eiferer] rührt daher, daß er, bevor er sich Jesus anschloß, der jüdischen Partei der Zeloten angehört hat. Vermutlich hat Simeon später in Palästina als Glaubensbote gewirkt. Über sein Lebensende gibt es keine gesicherten Quellen. Der Apostel Simon kann mit dem "Herrenbruder" Simon nicht gleich gesetzt werden.
Fest: 28. Oktober
Attribut: Säge, Beil
Quelle: www.heilige.de

 

 

 
 

Der Apostel und Evangelist Matthäus - Säulenrelief in der Pfarrkirche St. Martin Wehr Der Apostel und Evangelist Matthäus, wird in der altkirchlichen Überlieferung mit dem Zolleinnehmer Levi, dem Sohn des Alphäus gleich gesetzt. Seinen Namen trägt auch das erste Evangelium. Über sein weiteres Leben berichtet die Heilige Schrift nichts. Nach legendarischen Berichten hat er um das Jahr 42 Palästina verlassen und den Glauben in Parthien, Persien und Äthiopien verkündet. Dort soll er den Martertod durch Verbrennen oder Steinigen erlitten haben. Seine Reliquien sollen von Äthiopien zuerst nach Paestum, dann im 10. Jh. nach Salerno gebracht worden sein, wo sie seit 1084 im Dom ruhen. - Die neueren Erklärer der Heiligen Schrift unterscheiden zwischen dem Zöllner Levi, dem Apostel Matthäus und dem Verfasser des Matthäus-Evangeliums.
Fest: 21. September
Attribut: Evangelist - Buch; Beil, Meßstab, Winkelmaß
Quelle: www.heilige.de

Eine kleine kunsthistorische Anmerkung 

Historisches Photo der Pfarrkirche St. Martin Wehr noch ohne Querhaus, also von vor 1910 Aus einer Photographie aus der Zeit vor der Erweiterung der Jahre 1908-10 läßt sich belegen, daß die heutigen Apostelreliefs zwar im Stile des für die heutige Gestalt der Kirche wesentlichen Architekten, Malers und Stukkateurs Johann Friedrich Vollmar ausgeführt sind, aber nicht aus vollmarscher Zeit stammen. Die die Apostel darstellenden Stukkaturen stammen eindeutig aus der Erweiterung im Jahr 1910. Die Einfassungen der Reliefs mit den typischen Zopfstukkaturen und den vergoldeten Schleifen waren jedoch schon 1908 vorhanden und stammen damit mit größter Wahrscheinlichkeit von Vollmar. Ursprünglich befanden sich Bilder an der Stelle der heutigen Reliefs.

Die Apostelleuchter stammen sehr wahrscheinlich auch aus vollmarscher Zeit. Die Leuchter im 1910 neu hinzugefügten Vierungsbereich haben etwas andere Aufhängungen als die im Rest der Kirche, sodaß diese sehr wahrscheinlich älteren Datums sind.

Historisches Photo der Pfarrkirche St. Martin Wehr noch ohne Querhaus, also von vor 1910. Deutlich erkennbar der alte Hochaltar mit darüber liegendem Abendmahlsbild in der ApsisKirche im Bauzustand von vor 1910 - es fehlt das Querhaus. Deutlich erkennbar der alte Hochaltar mit darüber liegendem Abendmahlsbild in der Apsis Darstellung des Apostels Thomas auf der Aufnahme von vor 1910Detail der Innenaufnahme links - deutlich erkennbar die bis heute erhaltenen Stukkaturen, aus der Zeit von vor 1910, damit aus vollmarscher Zeit Der Apostel Thomas - Säulenrelief in der Pfarrkirche St. Martin Wehr heutiger Zustand Der bauliche Zustand im Jahr 2012 - die Zopfornamente sind erhalten - die Aposteldarstellung im Rahmen der Erweiterung 1910 nun als Stukkatur mit deutlich anderer figürlicher Darstellung als vor 1910 ausgeführt.

Der Restaurator unserer Kanzel, Detlef Reimann aus Kirchzarten vermutet nach Vorlage der Bilder, daß Aposteldarstellungen vor 1910 polychrom gefasst waren. Dabei wurde die Ausführung dem anscheinend als Temperamalerei (Seccomalerei) ausgeführt. Eine Freskomalerei ist an dieser Stelle sehr unwahrscheinlich, da die Malerei nach der Stuckierung und wohl auch nach den Vergoldungen und damit auf einem getrockneten Grundputz ausgeführt wurde. Gegen eine Ölmalerei spricht ein fehlender Oberflächenglanz, wie er durch das ölhaltige Bindemittel erzeugt werden würde. Auf dem Foto ist weiterhin eine teilweise vergoldete Profilierung der Stuckrahmungen zu erkennen.
Herrn Reimann sei auch an dieser Stelle für seine freundliche Unterstützung gedankt!

Quelle der Texte zu den einzelnen Aposteln im Internet 

Im Internet unter www.heilige.de.



Quelle der Texte zu den einzelnen Aposteln in Buchform 

Torsy, Jakob: Der große Namenstagskalender Torsy, Jakob
Der große Namenstagskalender

3900 Namen und 1700 Lebensbeschreibungen der Heiligen und Namenspatrone, hrsg. v. Kracht, Hans Joachim

Verlag Herder
Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2008
Format: 15,1 x 22,7 cm, 544 Seiten, Gebunden mit Leseband

ISBN 978-3-451-32043-9

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