Katholische Pfarrei St. Martin Wehr (Baden)
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Sr Verena Rudigier

Los Vilos: Kinderheim für Mädchen im Norden Chiles

Das Lebenswerk von Schwester Verena in den letzten Jahren 

Schwester Verena in Los Vilos, ChileAm 18. September 1998 wurde die vorbildliche Arbeit von Sr. Verena von staatlicher Seite her gewürdigt. Der Bürgermeister von Los Vilos überreichte die Auszeichnung. Bei den Kontrollbesuchen der staatlichen Behörden wurde dem Heim eine ausgezeichnete Führung bestätigt. Es gilt als das bestgeführte Heim in der ganzen Region.

Im April 2001 wurde das 10 - jährige Bestehen des Heime "Laura Vicuña" gefeiert. Bischof Rafael de la Barra aus Illapel zelebrierte die Festmesse.

Am 30. März 2004 konnte Madre Verena ihren 80. Geburtstag feiern. Es war ein großer Festtag für das Kinderheim und die ganze Gemeinde von Los Vilos. Viele Gäste waren aus ihren früheren Wirkungsbereichen aus Santiago de Chile, aus dem Norden und dem Süden Chiles angereist. Außerdem wurde ihrer 50 - jährige Zugehörigkeit zum Orden der Meitinger Christkönigsschwestern gedacht.

Ermutigt und bedrängt durch das chilenische Sekretariat für Minderjährige, SENAME, wurde im ehemaligen Hospital von Los Vilos ein Heim für jugendliche werdende Mütter von 13 bis 18 Jahren eingerichtet.

Die Auswahl des Personals und die Verwaltung wurde der "Fundaçion Laura Vicuña" unter der Direktion von Sr. Verena Rudigier übertragen. Die Gemeinden Los Vilos, Illapel und Canela sicherten ihre Unterstützung zu. Am 15. April 2005 konnte die neue Zuflucht für schwangere Mädchen aus schwierigen sozialen Verhältnissen feierlich eingeweiht werden. Es heißt "Belen" auf deutsch Bethlehem.

Schwester Isabel Marin in Los VilosIm Juli 2005 erlitt Sr. Verena einen Zusammenbruch. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Universitätsklinik "Clinica Catholica" in Santiago, starb Sr. Verena am 23. August 2005 liebevoll betreut in ihrem Heim in Los Vilos. Auf dem Friedhof von Los Vilos hat sie ihre Ruhestätte gefunden.

Sr. Isabel, die schon seit 13 Jahren die wichtigste Stütze an der Seite von Sr. Verena war, hat die Leitung des Heimes übernommen. Die Verwaltung liegt in den Händen der "Fundaçion Laura Vicuña", die sich aus Persönlichkeiten verschiedener gesellschaftlicher Gruppen zusammensetzt.

(Hans Rudigier)

Zeitungsartikel von Hans Rudigier im Südkurier vom 5.8.2003 

Sie waren "Gefangene der Armut; der Gewalt und der Verlassenheit", schreibt eine chilenische Zeitung.

Schwester Verena mit ihren KindernSeit zehn Jahren können 50 Mädchen aus dem unfruchtbaren, armen Norden Chiles im kleinen Fischerdorf Los Vilos wieder hoffnungsvoll in die Zukunft schauen. Befreit aus ihrem "Gefängnis" hat sie der engagierte Einsatz von Schwester Verena Rudigier, die durch die elterliche Erbschaft und einer Erbschaft vom Bruder einer Freundin sowie durch den Einsatz der Wehrer Sternsinger und der finanziellen Unterstützung von Verwandten und Freunden in die Lage kam, einen Jahrzehnte lang gehegten Traum zu verwirklichen. Nach ihrem Heimaturlaub im Jahr 1989 und dem Tod ihrer Mutter in Laufenburg, kam der Aufbau des Kinderheimes in Los Vilos in die entscheidende Phase.

Seit 1978 hatte Schwester Verena in der Pfarrei Juan José in Algarrobito (etwa 500 Kilometer nördlich von Santiago) in der Seelsorge gearbeitet. 14 Außenstationen, die von Algarrobito 25 bis 30 Kilometer entfernt lagen, bedeuteten von der seelsorgerischen Betreuung her eine kaum zu lösende Aufgabe. Ab 1984, der bisherige Pfarrer hatte die Gemeinde verlassen. hatte Schwester Verena die gesamte Arbeit und Verantwortung, die sie mit zwei chilenischen Schwestern teilte. Im Oktober 1990 erfolgte der Umzug nach Los Vilos, nachdem im Spätjahr 1989 Baubeginn für das Kinderheim war - ein Jahr später war das Heim für 30 Mädchen bezugsfertig. Aber schon bald erwies sich das Haus aber als zu klein, sodaß im Oktober 1993 ein Erweiterungsbau errichtet wurde.

Kinder in Los VilosFür 50 Mädchen - viele waren Opfer von Gewalt und sexuellem Mißbrauch - ist seither nun ein Ende dieses Teufelskreises gekommen. Sie haben bei Schwester Verena und ihren Helferinnen eine Heimat gefunden. Die Mädchen gehen vom Heim aus in die Schule nach Los Vilos; die älteren vormittags und die kleineren am Nachmittag. Während ihrer Freizeit machen sie Hausaufgaben. erhalten Nachhilfe, helfen beim Putzen und Aufräumen. Abends sitzen alle zusammen. Einige Mädchen schauen Fernsehen, andere stricken oder malen. Sie singen, tanzen und üben, was sie bei der Musiklehrerin gelernt haben.

Seit Bestehen des Kinderheimes "Laura Vicuña" hat Schwester Verena Unterstützung durch die Pfarrei St. Martin in Wehr. Mit einer ansehnlichen Summe helfen Jahr für Jahr die Wehrer Sternsinger, um dem Motto ihres Bittgangs in der ersten Januarwoche "Kinder helfen Kindern" gerecht zu werden. Auch das Krippengeld aus der Weihnachtszeit fand den Weg nach Los Vilos. Unermüdlich arbeitet auch der Helferkreis "Schwester Verena / Schwester Teresa" für die Mädchen im Heim von "Madre Verena". Strickjacken, Hosen, Röcke, Hemden, Socken und Spielsachen entstehen unter den geschickten Händen der Wehrer Helferinnen (Leitung: Gertrud Böhler), die sich einmal pro Monat treffen. Auch für die enormen Postgebühren (64 € pro Paket zu 12 Kilogramm) kommt der Helferkreis auf. Über die Jahre hinweg kennen die meisten ihre Verkaufsaktion - meist am Schulplatz - wo sie Strick-, Nähsachen und Basteleien aller Art anbieten.

Kinder in Los VilosEs ist gerade ein Monat her - die Sternsingergelder müssen zuerst an die Zentrale von "Missio" nach Aachen überwiesen werden, daß Schwester Verena an Pfarrer Kirner schrieb: "Mit großer Freude und Dankbarkeit haben wir die Sternsingerspende in Höhe von 6600 € erhalten. Wir sind äußerst dankbar für diese große so wohltuende Gabe aus der Pfarrei Wehr für unser Kinderheim "Laura Vicuña" in Los Vilos, Chile. Damit können wir das Heim in gutem Zustand weiterführen, die nötigen Anschaffungen und Reparaturen machen, gefährdeten und hilflosen Kindern weiterhelfen, Trost, Arbeit und Studienhilfe für die bedürftige Familien geben und in Krankheit, Unglücksfällen und Tod Leid mindern und Unglücklichen beistehen. So sagen wir von Herzen "Vergelt' s Gott" und Dank. "

(Artikel von Hans Rudigier im Südkurier vom 5.8.2003)


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