Katholische Pfarrei St. Martin Wehr (Baden)
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Sr M Teresa Eller

Mit Aktionen, z.B. mit finanzieller Brunnenbauhilfe und Mitteln für einfachste Behausungen, fördern wir in Argentiniens ärmster Region ein Projekt von Sr. Gertrudis (Teresa Eller.)

Sr. M. Teresa Eller Ein neu errichteter Brunnen zur Sicherung der WasserversorgungSeit vielen Jahren arbeitet die Wehrer Ordensfrau Sr. Teresa Eller in Corzuela / Argentinien an einem Hilfsprojekt der Hermanas de la Santa Cruz (Schwestern vom Heiligen Kreuz). Es handelt sich dabei um Hilfe zur Selbsthilfe in einem argentinischen Dorf in einer der ärmsten Regionen - der Region Chaco, nahe der Grenze zu Paraguay, die der Missionskreis St. Martin in Wehr unterstützt.

So wurde ein dörfliches Brunnenbauprojekt mit dem Bau von insgesamt 5 neuen Brunnen erfolgreich abgeschlossen.

Armenunterkunft vor dem Hausbau Neu erstelltes KleinhausSeit 1995 werden im Rahmen eines vom argentinischen Sozialministerium mit unterstützten Projektes Kleinhäuser für arme Familien gebaut, von denen bisher über 50 fertiggestellt und eingerichtet werden konnten, die nun ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Die Lebensbedingungen dieser Familien waren vor dem Bau dieser Häuser katastrophal.

Beginn einer ImkereiIm Anschluß daran richtete Sr. Teresa ihr Hauptaugenmerk auf die Schaffung einer Existenzgrundlage für die Familien um sie dem Teufelskreis von Armut und Verelendung zu entreißen. Dazu gehört ein neues System für die Beschaffung von Arbeit für die Armen. Durch Miniprojekte, die durch einen Kleinstkredit angeschoben werden, sollen Möglichkeiten geschaffen werden, um den Lebensunterhalt selbst und auf menschenwürdige Art verdienen zu können beispielsweise durch: Brotbacken, Gemüseanbau, Imkerei, Handarbeiten und einfachsten Holzarbeiten, die dann auch weiterverkauft werden können.

Produkte aus dem Betrieb einer selbständigen NäherinWeitere Beispiele sind die Finanzierung eines Kleinstkaufladens, einer Nähmaschine oder die Anschaffung eines Zuchtschweins als Start für eine Kleinstlandwirtschaft.

Start im EinzelhandelNach Besuch eines fünftägigen Kurses werden die einzelnen Gruppen von 5 Personen vorbereitet. Hier werden Projekte erarbeitet, die dann auf Realisierbarkeit geprüft werden. Auf Basis dieser Prüfung werden Kleinstkredite als Starthilfe vergeben. In Indien spricht man von der Bank der Armen. Die Vergabe der Kredite erfolgt mit minimalem Verwaltungsaufwand.

Eigene Landwirtschaft nach Kauf eines Schweines Die Zahlungsverpflichtungen werden auf Vertrauensbasis eingegangen. Das durch dieses Vertrauen gestärkte Selbstbewußtsein trägt wesentlich zum Erfolg bei. Bei den Krediten handelt es sich um typische Größenordnungen von circa 100 Argentinischen $ pro Woche. Die Rückzahlung erfolgt innerhalb eines Jahres in wöchentlichen Raten von etwa 2 $mit einer Zinsbelastung von 20%. Dies erscheint hier in Deutschland extrem hoch - man darf jedoch die extrem hohe Inflationsrate in Argentinien nicht vergessen, die das Geld rasend dahinschmelzen läßt

Weitere Informationen über das System der Hilfe zur Selbsthilfe durch Mikrokredite finden Sie auf der Internetseite von Oikocredit, einer Ökumenische Entwicklungsgenossenschaft, die im Jahr 1975 gegründet wurde und auf der Internetseite der Vereinten Nationen zum Jahr des Mikrokredits 2005 (nur in Englisch)

Strassenkinder bei der Mittagsruhe in Buenos AiresParallel zur Schaffung einer Existenzgrundlage mit Hilfe von Mikrokrediten, betreut Schwester Teresa ein Heim für Straßenkinder in Buenos Aires. Die Eltern dieser Kinder fahren jeden Tag frühmorgens in die argentinische Hauptstadt um als "Karton - Sammler" zu versuchen ihr Überleben zu sichern. Am Abend kehren sie dann schwer beladen in das Umland dieser Großstadt zurück. Währenddessen können sie ihre Kinder in der Tagesstätte für Straßenkinder abgeben wo sie etwas zu essen bekommen, gebadet werden und am Mittag auf einfachen Feldbetten schlafen können.

Im September 2005 erreichte uns folgender Brief von Sr. M. Theresa Eller: 

Gestern bekam ich über die Deutsche Bank in Hamburg Ihre Spende. Vielen herzlichen Dank für Ihre Großzügigkeit und Treue. Es ist für mich so wohltuend wenn man sich aus der Heimat unterstützt weiß und wenn es auch oft nur ein Gruß oder Gebet ist, freut man sich darüber.

Wir hoffen daß der Winter so langsam dem Ende zugeht, dann wird es für viele Menschen auch wieder etwas leichter. Ich denke besonders an die Menschen die auf der Strasse schlafen. Ganz besonders die Kinder sind ja so vielen Gefahren ausgesetzt und in ihren Gesichtern spiegelt sich ihre ganze Tragödie. Viele werden ja von den Eltern direkt abgesetzt und sie suchen nach etwas Liebe und Verstehen. Man kann sich gar nicht genug in diese jungen Menschen hineindenken. Wir waren ja auch arm, aber wir hatten doch die Liebe unserer Eltern und eine schöne Familie.

Nun wir machen eben was zu machen ist und so oft spüren wir ganz sichtbar die gütige Hand von OBEN.

Letzte Woche bekam ich auch die Zusage von Aachen über die Sternsingerspende (Sternsinger). Da kann ich allerhand machen und die Heime von Straßenkindern und aus den Slums versorgen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag und grüße Sie ganz herzlich als Ihre immer dankbare

Schwester Gertrudis (M. Teresa Eller)

Brief vom Sommer 2004 

Meine lieben und guten Freunde des Missionskreises!

Zuerst möchte ich Ihnen von Herzen danken für alle Ihre große Mühe und Arbeit und die Spende, die ich überwiesen bekam. Zusammen mit diesem Brief schicke ich auch einen Dankesbrief an die lieben Sternsinger mit Fotos.

Es ist oft schwer Fotos zu schicken, denn entweder werden die Briefe gestohlen, weil man Geld vermutet, obwohl dies ganz unlogisch ist, denn wer schickt von hier Geld nach Deutschland?... Dann aber ist auch das Porto ins Ausland so wahnsinnig gestiegen, sodaß ein Anruf billiger kommt. Ein einfacher Brief von 5 gr. der vorher 1,50 $gekostet hat, kostet jetzt 5,20 $. Das einzige mögliche wäre noch ,daß ich mich mehr "Freund" mache mit dem Computer, aber da reicht die Zeit nicht.

Wir sind zufrieden mit der Präsidentenwahl und er zeigt sich sehr aktiv, aber zwischen hinein erlaubt er sich schon einige Schnitzer wo einem Zweifel kommen können. Auf die Arbeitssuche welches das größte Problem ist, ist er noch nicht gegangen. Es ist natürlich schwer ein Land in solch einem Chaos zu übernehmen. Nun wir hoffen, daß es doch langsam aufwärts gehen wird. Wir sind ja auch nicht in einem Monat ins Loch gefahren. Die Korruption ist das schlimmste Übel, und ein Korrupter will einen anderen der in der gleichen Soße steckt, heilen.... Wir machen was uns eben möglich ist. Mit Ihrer und der Sternsingerhilfe konnten wir viel helfen. Besonders galt es dieses Jahr sich auf die Nahrungsmittel zu verlegen: Milch .Brot und Zucker} auch Schuhe, Kleidung und Schulmaterial konnten wir den Heimen und öffentlichen Speisesälen für Straßenkinder übergeben. Es sind lauter Freiwillige, die mit diesen Kindern arbeiten, denn der Staat unterstützt bis jetzt nichts. In dieser Hinsicht sind die Menschen hier sehr gut und versuchen alles um diesen Kindern zu helfen. Man sucht auch Familien die ein Kind aufnehmen wollen, und oft sind es Familien die schon 4-5 Kinder haben. Am 23. August feiere ich nun mein Goldenes Profeßjubiläum. Ich kann es ja jetzt öffentlich sagen, da mein geheimer Ballon platzte und alles an die Öffentlichkeit kam. Ich freue mich über die 50 Jahre, die ich so im Dienste Gottes und der Armen verbringen durfte. Es wird ein Tag des Dankes werden und ich lade Sie auch für ein Gebet für mich ein, wenn es auch nach der Zeit ist, denn für Gott gibt es keine Zeit... Vielen Dank. So grüße ich Sie ALLE mit den besten Wünschen und werde auch Sie alle in meinem Beten gegenwärtig haben. Das Gebet ist doch immer das beste Geschenk.

Ihre immer dankbare

Schwester Gertrudis


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