Katholische Pfarrei St. Martin Wehr (Baden)
Heute: Heilige Maria Magdalena, Zeugin der Auferstehung des Herrn, Fest - Liturgie: Schott Liturgische Tagestexte  

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Josefskapelle

Die St. Josefskapelle im unteren Enkendorf am Fußweg nach Brennet

Inhalt dieses Verzeichnisses:

Anfahrtsweg 

Auf unserer Seite Gottesdienstorte Anfahrt finden Sie eine detaillierte Wegbeschreibung mit Karte.

Geläut der Josefskapelle auf der Website der Glockeninspektion des Erzbistums Freiburg 

Im Oktober 2013 besuchte der Erzbischöfliche Glockeninspektor Johannes Wittekind unsere Pfarrei und überprüfte die Glocken und deren Funktionssicherheit. Dabei fertigte er auch eine professionelle Aufnahme des Geläuts der Josefskapelle an. Hier hören Sie das Geläut unserer Josefskapelle.

Geschichte 

Blick auf die Josefskapelle mit dem Enkendorf und den Höhen des Hotzenwaldes im HintegrundÜber dem Westufer der Hasel erhebt sich im Enkendorf die St. Josefskapelle. Sie wurde in den Jahren 1885/87 erbaut. Vorher stand in der Nähe die ältere Josefskapelle, deren Alter nicht mehr feststellbar ist. Die Vermutung, daß das Heiligtum schon ins frühe Mittelalter zurückreicht und mit den in der Umgebung entdeckten alemannischen Gräbern in Zusammenhang steht, läßt sich bis jetzt auf keine Anhaltspunkte stützen.

Blick auf die Josefskapelle von Südosten mit dem Enkendorf und dem Waldberg im HintergrundAuch dieser Kapelle wandten die Wehrer und besonders die Enkendorfer im vorigen Jahrhundert fromme Stiftungen zu. 1879 vermachten Franziska Straubhaar geborene Nägele und Creszentia Stritt der Kapelle Legate, die durch weitere Vermächtnisse vermehrt wurden, um das alte Kirchlein zu vergrößern. Doch erwies sich eine Erweiterung der Kapelle als nicht durchführbar und so wurde mit den gestifteten Geldern die jetzige Kapelle erbaut, die am 19. März 1887 geweiht wurde.

Restauriertes Josefsbild hinter dem neu geschaffenen ZelebrationsaltarEnde der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde eine Renovation der Kapelle notwendig. Im Rahmen dieser Renovation wurde ein neuer Zelebrationsaltar und ein neues Gestühl eingebaut.

Diese Renovation wurde unter großen Anstrengungen in Eigenleistung durchgeführt (Renovation 1987). Aus diesem Grund wurden die Fundamente oder beispielsweise der Deckenaufbau im ursprünglichen Zustand belassen.

Marienstatue in einer neu geschaffenen Nische gegenüber der Josefsfigur20 Jahre nach dieser Renovation zeigten sich aufs neue bauliche Mängel. In einer spontanen Entscheidung entschlossen sich die Brennet Hauptaktionäre die Sanierung (Grundsanierung 2006)des kleinen Gotteshauses zu übernehmen.

Neue Josefsstatue auf der Höhe der AltarstufeDieses großartige Engagement setzt die lange Tradition der Wehrer Industriellenfamilie Denk in ihrer Bindung zur Kirche fort, die an vielfältigen Zeichen sichtbar geworden ist (Orgel, Krippe oder auch die Glocken der Martinskirche).
 

Wir sind der Familie Denk und allen, die sich in den vergangen 120 Jahren für die Kapelle eingesetzt haben in großer Dankbarkeit und mit unseren persönlichen Segenswünschen verbunden.

Erinnerung an die Arbeiten des Jahres 2006Die Kapelle ist ein besonderes Kleinod des Enkendorfs und wurde über 30 Jahre hinweg bis zum Hochfest des heiligen Josef des Jahres 2016 von Familie Güdemann betreut.

Seit 2016 versehen Hildegard Rüttnauer und Rosmarie Berger den Mesnerdienst der Kapelle.

 

              Der Eingang zum umfriedeten Kapellenbereich Neu erstelltes Kreuz in der Aussenanlage Neue Bänke in der Kapelle
  Josefsstatue mit einem Teil des neuen Kreuzwegs Maria unter dem Kreuz - Kreuzwegsstation Marienrelief auf der Ostseite

Quellen: "Wehr, eine Ortsgeschichte", Fridolin Jehle, Konstanz 1969
Pfarrarchiv St. Martin Wehr

Die Glocke der Josefskapelle 

Nach dem kriegsbedingten Verlust der Glocke der Kapelle erhielt die dem Heiligen Josef geweihte Kapelle 1950 zusammen mit der Pfarrkirche St. Martin eine neue Glocke in ihren Dachreiter.

Die Glocke erklingt mit dem Ton A, hat einen Durchmesser von 43cm und ein Gewicht von 45kg. Inschrift auf der Glocke: "Den gefallenen Söhnen unserer Heimat. Gestiftet von Familie August Kaiser zum Gedenken an ihren gefallenen Sohn". Außerdem trägt sie das Wappen und das Zeichen der Gießerei Grüninger, Villingen und die Jahreszahl des Gusses, 1950 sowie das Bild des Patrons der Kapelle.

Gottesdienste 

In den Monaten Mai und Oktober findet jeden Montag um 18h30 Uhr ein Rosenkranzgebet in der Kapelle statt. In den restlichen Monaten des Jahre jeweils am ersten Montag im Monat.

Patrozinium 2007 

Bereits einige Zeit vor der Messe war die Kapelle gefüllt - Pfarrer Kirner begrüßt die Gläubigen vor der Kapelle Die beiden Zelebranten, Pfarrer Kirner und Pfarrer Zimmermann mit Ministranten und Gläubigen vor der MesseAm Josefstag, dem 19.3.2007 konnte zum ersten Mal in der neu renovierten Kapelle das Patrozinium mit einem Festgottesdienst gefeiert werden. Eine große Zahl von Gläubigen fand sich trotz des naßkalten, regnerischen Wetters ein, um gemeinsam mit einer Heiligen Messe das Fest zu begehen.

Die voll besetzte Kapelle kurz vor der Messe, Organist Bernhard Griener begleitete den Gottesdienst musikalischStadtpfarrer Matthias Kirner zelebrierte den Festgottesdienst, Pfarrer Josef Zimmermann konzelebrierte an seinem Namenstag. Die überfüllte Kapelle konnte bei weitem nicht allen Besuchern Platz bieten, sodaß eine stattliche Anzahl an Mitfeiernden vor der Kapelle an der Hl. Messe teilnahm.

In seiner Predigt verlieh Pfarrer Kirner im Namen der ganzen Pfarrgemeinde seiner Freude über das gelungene Werk der Neugestaltung von Kapelle und Außenanlagen Ausdruck.

 

Während der Hl. Messe - im Hintergrund Pfarrer Kirner am Altar

Seit der Neugestaltung des Geländes und der Einrichtung einer Außenbeleuchtung im Rahmen der Grundsanierung 2006 ist die Kapelle nun weithin als Zeichen des christlichen Glauben im Wehratal sichtbar. Pfarrer Kirner ging in seiner Predigt auf den Heiligen Josef ein, der in aller Stille wirkte, sich mit großem Gottvertrauen in den Willen Gottes fügte und für die Heilige Familie sorgte. So manches ließ er einfach geschehen, in großem Vertrauen, daß auch ihm Unverständliches durch Gott zum Guten geführt wird, ohne dabei den Mut zu verlieren.

Inschrift des Kreuzes vor der KapelleDiese Grundhaltung des Gottvertrauens, als Gegensatz zu Geschäftigkeit auf der einen und Tatenlosigkeit auf der anderen Seite, kommt in schöner Weise in der Inschrift am neu erstellten Kreuzes vor der Kapelle zum Ausdruck: "So ihr das Eurige tun werdet, dann werde ich auch das Meinige tun".

 

 


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