Katholische Pfarrei St. Martin Wehr (Baden)
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Renovation 1987

Ein Sonntagsspaziergang mit Folgen - Die Renovation der St. Josefskapelle 1987

St. Josefskapelle mit Blicke über das Enkendorf Richtung HotzenwaldIm Spätherbst des Jahres 1986 machte August Mulflur mit seiner Frau Elise einen Spaziergang über den Dinkelberg, der sie auch an der Josefskapelle vorbei führte. Beim Betreten der Kapelle zeigte sich der mittlerweile sehr schlechte Zustand der Kapelle und dies kurz vor dem 100 - jährigen Jubiläum des heutigen Kapellenbaus, der am 19.3.1887 - dem Festtag des Hl. Josef geweiht worden ist! Da das Gelände um die Kapelle im Eigentum der Familie Mulflur ist, war man mit diesem kleinen Gotteshaus innerlich verbunden und so war es nicht mehr weit bis zum Entschluß, hier etwas zu unternehmen.

Der damalige Stadtpfarrer Gerhard Balles willigte sofort in das Vorhaben ein, obwohl die Renovation der Pfarrkirche zu dieser Zeit in vollem Gang war. So wurde bald darauf mit der Renovation in Eigenregie und Eigenverantwortung begonnen. Während der gesamten Bauzeit fand das Projekt durch Pfarrer Balles stets große Unterstützung.

Josefskapelle im Jahr 1943 - Bild des Malers Ewalt Schwarz im Besitz der Familie Wolfgang MulflurUnter der Leitung von August Mulflur fand sich ein Kern von Helfern zusammen - insbesondere Alois Güdemann, Hans Blum (der übrigens evangelischer Christ ist), Adolf Bopst und Heinz Gallmann, die in Eigenverantwortung die Renovation des kleinen Kirchleins in Angriff nahmen. Diese wurden auch von Wehrer Handwerksbetrieben je nach Typ der anfallenden Arbeiten tatkräftig unterstützt.

Nachdem das Projekt ursprünglich eher im Bereich der Schönheitsreparatur angesiedelt war, zeigte sich aber spätestens nach dem Entfernen der Kirchenbänke, daß hier eine Grundsanierung unumgänglich war. Der Holzboden war teilweise durchgefault und wurde durch einen Betonunterboden ersetzt. Darüber wurde ein Holzboden eingebaut, der mit Teppich belegt wurde.

Innenraum der JosefskapelleSo zeigte sich im Laufe der Arbeiten, daß der Aufwand außerordentlich viel größer war als ursprünglich angenommen. Vom Boden über die Elektroinstallation bis hinauf zum Glockenstuhl mußten viele Bauteile komplett erneuert werden.

Trotz des großen Engagements der Helfer war dieses große Projekt nur durch viele großherzige Spenden zu realisieren. So wurden beispielsweise die komplette Elektroinstallation, die elektrische Steuerung der Glocke, die Restauration der Glocke, die Restauration des Josefsbildes, der Altarschmuck und die Sitze für Priester und Ministranten gestiftet. Insbesondere war das Angebot einer Wehrer Zimmerei Maschinen und Werkzeuge kostenlos zu Verfügung zu Stellen von großer Hilfe bei den Holzarbeiten. Darüber hinaus waren mehrere Legate eine große Hilfe.

Altarbild des Hl. JosefIm Rahmen dieser Renovation wurde auch eine Elektroheizung installiert und die Kapelle mit einem neuen Kreuzweg versehen. Darüber hinaus wurde das Wegkreuz bei der Kapelle komplett renoviert.

Nach Genehmigung durch Erzbischof Oskar Saier weihte Stadtpfarrer Balles zu Beginn der Heiligen Woche am Palmsonntag 1987 den neuen Kreuzweg. Die Genehmigung eines Kreuzweges durch den Ortsbischof ist notwendig, da mit dem Gebet des Kreuzwegs ein vollkommener Ablaß verbunden ist.

Nach dreimonatiger Bauzeit konnten die Arbeiten mit einem Fest im Pfarrzentrum abgeschlossen werden. Die erfolgreiche Renovation der St. Josefskapelle bildete gewissermaßen den Startschuß für die Renovation sowohl der Ackerrainkapelle als auch der Wolfgangskapelle.

Station des geschnitzten Kreuzwegs in der JosefskapelleStadtpfarrer Balles schrieb in der - "Kanzel", den damaligen Bekanntmachungen der kath. Pfarrgemeinde St. Martin anläßlich des Festgottesdienstes zum Abschluß der Renovation:

"In völlig uneigennütziger Weise und unentgeltlich wurde hier Großartiges geleistet. So entstand ein Werk, das man nur bewundern und für das man nur danken kann. So möchte ich im Namen unserer ganzen Pfarrgemeinde den Initiatoren dieses Werkes, allen Helfern, Handwerksbetrieben und Spendern ein ganz herz!. Vergelt 's Gott sagen. Dieses gemeinsame Werk engagierter Bürger wird in die Chronik unserer St. Josefs Kapelle und unserer Gemeinde eingehen."

Leider liegen aus der Bauzeit keine Bilder vor. Die Bilder zeigen die Kapelle im baulichen Zustand des Jahres 2004.


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