Katholische Pfarrei St. Martin Wehr (Baden)
Heute: Heilige Maria Magdalena, Zeugin der Auferstehung des Herrn, Fest - Liturgie: Schott Liturgische Tagestexte  

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Wegkreuzinitiative

Bildstöcke und Wegkreuze - Symbole christlicher Frömmigkeit und Zeugnisse gelebten Glaubens.

Eines unserer vielen Wegkreuze auf dem Dinkelberg Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 750 jährigen Pfarreijubiläum fand am 7.5.2011 in Zusammenarbeit mit der VHS Wehr und der Flurkreuzinitiative eine Begehung Wehrer Flurkreuze statt.

Herr Uwe Kratt berichtete zunächst über die Aktivitäten der Wegkreuzinitiative. Diese sind dem Erhalt der Kleindenkmäler gewidmet, die heute noch unsere Landschaft prägen.

Es wäre daher wünschenswert, wenn sich der Gruppe weitere Helfer anschließen würden. Diese Mitarbeit macht nicht nur viel Freude sondern fördert auch Interessantes über die Wehrer Geschichte und das Leben unserer Vorfahren zu Tage.

Geschichte und Gegenwart der Kreuze und Bildstöcke 

Beginn der Begehung am Missionskreuz vor der Martinskirche. Uwe Kratt begrüßt und führt die Teilnehmer ein Die Bildstöcke und Wegkreuze sind nicht nur Symbole christlicher Frömmigkeit und Dokumente einstiger dankbarer oder trauriger Ereignisse sondern vor allem auch geweihte Stätten des Nachdenkens, Erinnerns und des Innehaltens, vielleicht mit einem kleinen Gebet.

Das Wegkreuz der Familie Reiniger am Weg auf den Dinkelberg - Erinnerung an einen Unfall im 19. Jh. So sahen es einst die Stifterfamilien und verwendeten für diese Kleindenkmale in der offenen Landschaft zwar dauerhafte Materialien wie Eichenholz, Zementguß oder Stein. Doch seither sind viele Jahrzehnte, oft über 100 Jahre vergangen. Familien, Umfeld, Landwirtschaft, Besitz haben sich verändert, der persönliche Bezug zum Kleindenkmal ging über die Zeit verloren und so steht heute erheblicher Renovierungsbedarf an. Das Landesdenkmalamt zählt die Kleindenkmale zwar zum erhaltenswerten Kulturgut, hat aber für deren Erhalt keine Mittel zu Verfügung. Und hier lag das große Problem.

Denn neben dem Arbeitsaufwand erfordert der Erhalt erhebliche Kosten. Für ein Feldkreuz werden ca. 7 m abgelagertes massives 18cm starkes Eichenkantholz benötigt, Imprägnierung, Blechnerarbeiten und Vergoldung sind handwerksgerecht auszuführen, das Fundament muß erneuert, alles transportiert, errichtet und weiter gepflegt werden. Kein Wunder, daß die Kleindenkmale auch auf der Gemarkung Wehr zunehmend verfielen.

Die Wehrer Wegkreuzinitiative 

Uwe Kratt berichtet über die Geschichte dieses Kreuzes In den 90er Jahren übernahm Herr Wolfgang Eschbach als Kirchengemeinderat St. Martin die sehr dankenswerte Aufgabe, noch vorhandene Kleindenkmale aufzuspüren. Von einst 70 fand er noch ca. 40, aber in teilweise sehr schlechtem Zustand. Es zeigte sich aber auch, daß deren Erhaltung, nur im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft zu lösen war. Gemeinsam mit Herrn Peter Kaufmann wurde 1999 über die Presse versucht, aktive Helfer für diese Aufgabe zu gewinnen, was tatsächlich gelang. Mit einer Anschubfinanzierung des Herrn Denk, Firma Brennet, konnte die Arbeit beginnen. Wenn auch Herr Kaufmann verstorben ist und Herr Eschbach aus Altersgründen nicht mehr tätig sein kann, die Wegkreuzinitiative arbeitet erfolgreich weiter.

Auch unsere Kapellen legen Zeugnis der Volksfrömmigkeit bis in unsere Zeit ab - die Ackerrainkapelle St. Marien Seit dem Jahr 2000 gelang es, bisher 19 Wegkreuze zu erneuern, weitere zu renovieren, die Standorte laufend zu pflegen sowie eine Dokumentation anzulegen. Und diese Arbeit geht weiter. Erst dieser Tage wurde in Flienken ein altes gegen ein neues Kreuz mit vergoldetem Corpus ausgetauscht. Allen Sponsoren, Spendern, aktiv Beteiligten und Eigentümern, sei von dieser Stelle aus herzlich gedankt für die jahrelange Unterstützung, vor allem den beteiligten Handwerksbetrieben und dem Bauhof Wehr.

Die Josefskapelle im unteren Enkendorf - 2007 durch die Brennet AG und deren Vorstand Stephan Denk renoviert Aber der Zahn der Zeit nagt unaufhaltsam und so sind wir weiterhin für jede finanzielle und aktive Mithilfe sehr dankbar. Denn wenn es uns gelingt, das Kreuz in seiner tieferen Bedeutung als ein besonders Erscheinungsbild in unserer Landschaft zu erhalten, dann hat sich unsere Tätigkeit gelohnt.

Text: Uwe Kratt

Kontakt: 

Norbert Hauf, Zelgstraße 2, 79664 Wehr, Tel. 07762 - 3966
Herbert Handwerker, Habsburger Straße 7, 79664 Wehr, Tel. 07762/9788.

Spendenkonto: 

Kontonummer: 29204054,
BLZ: 684 522 90,
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