Katholische Pfarrei St. Clemens und Urban Schwörstadt
Heute: Verkündigung des Herrn - Liturgie: Schott Liturgische Tagestexte  

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Gedanken

Eine Bildmeditation zur neugestalteten Pfarrkirche St. Clemens und Urban in Schwörstadt

Die Türe - eintreten in den Raum  Gottes  
Nur mit Mühe kann ich die schwere, von der Witterung gezeichnete, dunkle Eichentüre öffnen.
 
Ich trete ein, in den hellen Vorraum der Kirche und langsam schließt sich die Türe hinter mir.
 
Die Geräusche der vorbeifahrenden Lastwagen sind nur noch leise im Hintergrund zu hören; eine fast lautlose Atmosphäre umgibt mich - Distanz zum Alltag.
Taufstein - Mittelgang: Ist das Sakrament der Taufe auch der Beginn des Weges zum Glauben und der erste Schritt in die Kirche?  
Bereits nach wenigen Metern werden meine Schritte langsamer und ich stehe vor einem schweren, weißen Stein, - der alte Taufstein.
 
Ist das Sakrament der Taufe auch der Beginn des Weges zum Glauben und der erste Schritt in die Kirche?
 
Mein Blick verläßt den Taufstein, sucht Licht und Orientierung und wandert vom Hauptschiff direkt zum offenen Chorraum.
Lebensbaum - Symbol des Lebens - jeden Rahmen sprengend  
Ein mächtiges Bild hält meinen Blick gefangen.
 
Ich verweile einen Moment und versuche, die Eindrücke in Einklang mit meinen Gedanken zu bringen.
 
Ein Stamm... ein Baum... übermächtig groß - zu groß im Vergleich zum dahinter gemauerten Bogen?
 
Durchbricht er die begrenzte Welt der Architektur... ein Symbol für Christus und den Glauben?

Lebensbaum  
Ist die Baumkrone Sinnbild für das Spannungsfeld zwischen Schöpfung und Wissenschaft? Der Versuch, die Schöpfung und den Glaube zu analysieren, zu zerlegen und in geometrische, beweisbare Schulbuch-Schablonen zu zwängen?
 
Unterstrichen und verstärkt wird dieses Spannungsfeld durch zwei gegensätzliche Materialien; ein warmes, natürliches Element der Schöpfung... das geschnitzte Holz;
 
ein von Menschenhand geschaffenes, kaltes Element... das rötlich schimmernde Metall im Sockel des Altars, am Ambo, am Marienaltar und am Taufbecken.
Chorraum - 5 Rosenblüten, das Symbol für die 5 Wunden Jesu  
Mein Blick wendet sich ab von den Quadraten und erfaßt wieder die Summe der Elemente, die Baumkrone mit dem mächtigen Stamm.
 
Erste Erleichterung breitet sich in mir aus.... Ich erkenne das Kreuz... 5 Rosenblüten, das Symbol für die 5 Wunden ergänzen das Kreuz zur Baumkrone
Ambo - Ort der Verkündigung aus dem Hafen des Glaubens  
Mit meinen verunsicherten Gedanken gehe ich einige Schritte in Richtung Chorraum.
 
Auf der linken Seite steht der neue Ambo in Form eines Schiffsbugs.
 
Überbringen die Geistlichen und Lektoren aus dem Hafen des Glaubens die Worte des Christentums?
Der Baum, ein lebendes Symbol der Schöpfung für die Verbindung zwischen der Erde und der blauen Unendlichkeit des Himmels?  
Meine Augen wandern zurück zum Lebensbaum und den Holzstrukturen, die sich durch die aufsteigende Linienführung zur Baumkrone öffnen
 
-aufstehen - er stand auf - Hoffnung, Auferstehung, Leben nach dem Tod...
 
sind Worte, die sich in meinen Gedanken zu einem Osterbild verdichten.
 
Der Baum, ein lebendes Symbol der Schöpfung für die Verbindung zwischen der Erde und der blauen Unendlichkeit des Himmels?
Altar - Liegt nicht hier der Ursprung und die Wurzeln des Lebens, im Sakrament der Eucharistie?  
Von der Baumkrone lasse ich meinen Blick wieder zum Stamm wandern, und folge dort den sammelnden, nach unten fließenden Holzstrukturen.
 
Der Übergang zu den Baumwurzeln ist nicht sichtbar. Er wird verdeckt durch einen kleinen Altar, den Tisch des Herrn, der die fließenden Strukturen in seinem Sockel weiterführt.
 
Liegt nicht hier der Ursprung und die Wurzeln des Lebens, im Sakrament der Eucharistie?
 
Darunter schimmert grün die Steinplatte des alten Altars, er erinnert mich an den Opferaltar des Alten Testaments und gleichzeitig das Fundament für den neuen Altar mit der Kraft der Auferstehung aus dem neuen Testament.
Baum vor der Pfarrkirche St. Clemens und Urban in Schwörstadt  
Meine Gedanken verbinden die Eindrücke vom Alten Testament mit... "dem Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse"... bis hin zum Neuen Testament mit der Auferstehung an Ostern, zu einem Bild voller Glaube, Hoffnung und Leben.
 
Ergriffen wandert mein Blick zum Ausgang.
 
Ich verlasse die Kirche und sehe Bäume - Bäume mit anderen Augen.

Text und Bilder: Nikolaus Breuer, Schwörstadt - Dezember 2006


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