Katholische Pfarrei St. Ulrich Öflingen
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Unsere Kirche

Die Pfarrkirche St. Ulrich in Öflingen

Jedes Haus verändert sich im Laufe seines Bestehens. Während das Äußere seit der Einweihung der Kirche St. Ulrich nahezu dasselbe ist, wurde im Innern immer wieder umgestaltet. Alte Malereien wurden überstrichen, Imitationen und Ornamente mußten der Schlichtheit des einheitlichen Weiß weichen, um dann doch wieder mit kräftigeren Farbtönen an einigen Stellen übermalt zu werden.

Obwohl unsere neugotische Öflinger Kirche erst etwas mehr als einhundert Jahre alt ist, erfuhr sie so im Innenraum manche Änderung.

Im folgenden gehen wir auf die wesentlichen Elemente der Öflinger Kirche ein.

Der Hochaltar 

  • Der neugotische Hochaltar der Pfarrkirche St. Ulrich in ÖflingenGeschaffen 1903 aus Kiefern- und Lindenholz im gotischen Stil von Franz Josef Simmler, Werkstatt für kirchliche Arbeiten in Offenburg
  • Die eingemauerten Reliquien stammen von den Märtyrern Sebastian und Faustus.
  • Gestiftet "zur Ehre Gottes" von Carl August Hipp und Ehefrau (Mitbegründer der heutigen Brennet AG)
  • In der Altarmitte von oben nach unten ist ein Bildnis von Gottvater, ein Kruzifix und der Tabernakel.
  • Die Bilder der Außenflügel des Flügelaltars sind nach liturgischer Vorschrift nur im Advent und der Fastenzeit sichtbar. Sie zeigen die Verkündigung und die Heimsuchung (in Öl auf Leinwand gemalt und signiert mit "J. Schultis 1913")
  • Die Figuren der Innenflügel: der Heilige Fridolin als Abt, der Heilige Ulrich von Augsburg mit Fisch; der Heilige Wolfgang und der selige Markgraf Bernhard von Baden, der neben Konrad von Konstanz der Patron des Erzbistums Freiburg ist.
    Die Außenflügel: Aufopferung Jesu im Tempel und die Anbetung der Heiligen Drei Könige

Der Altartisch

Altartisch mit Glasmosaiken, die die 7 Sakramente symbolisieren: Ehe, Priesterweihe, Krankensalbung, Buße, Eucharistie, Firmung, Taufe Im Altartisch(Mensa) sind sieben Glasmosaiken der Offenburger Glasmosaikwerke eingelassen, die 1904 erstellt wurden. Sie stellen die sieben Sakramente dar: (v.r.n.l.) Ehe, Priesterweihe, Krankensalbung, Buße, Eucharistie, Firmung, Taufe.

 

Die einzelnen Szenen und Figuren des Hochaltars 

Der neugotische Hochaltar in der Öflinger Ulrichskirche Der linke Außenflügel: Die Anbetung der Heiligen Drei Könige Der linke Innenflügel: Links der Heilige Fridolin von Säckingen, Apostel der Alemannen als Abt, rechts der Heilige Ulrich mit dem Fisch Herz Jesu Darstellung im Zentrum des Hochaltars über dem Tabernakel Der rechte Innenflügel: Der Heilige Bischof Wolfgang von Regensburg und der Selige Markgraf Bernhard von Baden Der rechte Außenflügel: Die Aufopferung Christi im Tempel gemäß dem jüdischen Gesetz Die Rückseite des linken Außenflügels: Verkündigung des Herrn: Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft (Lk 1, 26-38) Die Rückseite des rechtenAußenflügels: Mariä Heimsuchung: Maria besucht ihre Verwandte Elisabeth (Lk 1, 39-56)

Bunte Chorfenster 

Das Chorfenster auf der linken Seite des Chores der Kirche von Öflingen: Heilige Elisabeth und BarbaraDie beiden bunten Chorfenster wurden von Lütz & Lempt, Glasmalerei, Konstanz, 1903 gefertigt und bestehen aus buntem Glas in Bleifassung.

Das Chorfenster auf der rechten Seite des Chores der Kirche von Öflingen: Heilige Petrus und PaulusDas linke Fenster zeigt St. Elisabeth und St. Barbara, das rechte die Heiligen Paulus und Petrus.
Alle anderen Fenster stammen auch aus derselben Werkstatt. Sie hatten eine Musterverbindung mit gemalter Borde und bestanden aus Glas mit Bleifassung.

1981 wurden sie wegen der Wärmeisolierung durch doppelt verglaste Fenster ersetzt. Im Zuge dieser Arbeiten wurden auch die teilfarbenen Fenster im Langhaus entfernt. Sie bestanden aus rechteckigen - rot, blau, grün, gelb - Glasscheiben von unten bis zur Oberkante des Kreuzweg. Dadurch wurde der Blick auf die Kreuzwegbilder nicht geblendet. Diese Fenster entstanden auf Vorschlag von Hermann Anton Bantle (Maler des Kreuzweges) und Dr. Albert Hackelsberger (1925 - 1938 Generaldirektor der Firma J. Weck & Co. In Öflingen) stiftete sie.

Mariahilf - Altar 

  • 1912 vom Bildhauer Langenberg, Goch/Rheinland aus Eichenholz geschaffen
  • geschnitztes Rankwerk im spätgotischen Stil umgibt Maria und dem Jesuskind auf dem Arm, seitlich schweben zwei Engel (ikonenartig).
  • Darunter die Inschrift: "O Maria hilf"
  • An der rechten Seite steht der Name der Stifterin: "Aus Dankbarkeit - Elisabeth van Eyck 1912" (van Eyck ist der Name der Gründerfamilie der Firma J. Weck & Co. in Öflingen, gegründet 1900)

Seitenaltäre 

Geschmückter Marienaltar in der Pfarkirche St. Ulrich in Öflingen im MaiDie beiden Seitenaltäre im spätgotischen Stil aus Fichtenholz für die Architektur und aus Weichholz für die Ornamente, entstanden 1903 in der Werkstatt von Theodor Schnell, Atelier für christliche Kunst, Ravensburg

Altar der Heiligen Familie in der Pfarkirche St. Ulrich in Öflingen Der linke Seitenaltar ist der Marienaltar und wurde von Familie Anton Denk (Mitbegründer der Mechanischen Buntweberei Brennet, MBB, heutige Fa. Brennet AG im Öflinger Ortsteil Brennet) gestiftet.

Der rechte Seitenaltar ist der Heiligen Familie geweiht. Die Inschrift lautet "Heilige Familie segne unsere Familien". Die gewählte Darstellung weist eine Besonderheit auf. In Josefs Zimmermannswerkstatt beschäftigt sich Jesus im Knabenalter mit einem Kreuz. Stifter des Altars ist Familie Joseph Raphael Schenz (Mitbegründer der MBB, heutige Brennet AG)

Weitere Figuren in der Kirche stellen den Heiligen Antonius von Padua und den Heiligen Bruder Konrad von Parzham dar.

Die Kanzel 

  • Gefertigt 1903 aus Eichenholz von Franz Josef Simmler, Werkstätte für kirchliche Arbeiten, Freiburg
  • Auftraggeberin war die Kirchengemeinde
  • In der Kanzelverkleidung sind die vier Evangelisten dargestellt: v.l. Matthäus, Markus, Lukas und Johannes

Heiligenfiguren 

Der Heilige Antonius von Padua in der Kirche von ÖflingenDer Heilige Antonius in Mönchskutte mit dem Jesuskind auf dem linken Arm reicht einem knienden Bettler einen Laib Brot. Die Statue steht heute rechts vom Hauptportal. Sie ist 1903 aus Terrakotta hergestellt und wurde von Frau Thomann - von der Gaststätte "Zum Kreuz" in Brennet gestiftet.

Schutzpatron von Padua und Portugal, gilt er als Patron der Liebenden, der Ehe, der Bergleute, der Pferde, der Bäcker und als Helfer gegen Unfruchtbarkeit. Im Volk wird er als Wundertäter und Helfer der verlorenen Sachen verehrt.

Der Heilige Bruder Konrad in der Kirche St. Ulrich in ÖflingenDer Heilige Bruder Konrad im Mönchsgewand betrachtet das Kreuz. Die Statue ist aus Holz gefertigt. Am 22.12.1818 in Parzham (Niederbayern) geboren, als Sohn eines Bauern. 1849 trat er in das Kapuzinerkloster St. Anna in Altötting ein.

Seit 1852 versah er dort 42 Jahre lang in liebevoller Aufopferung den Posten als Pförtner und zeichnete sich durch Liebe zu den Kindern und Hingabe für die Armen aus. In ganz besonderer Weise verehrte er die Leiden Christi am Kreuz und zog daraus die Kraft für seinen unermüdlichen Liebesdienst - nach eigener Aussage war im die Betrachtung des Kreuzes Schule für sein Leben. Aus diesem Grund wird er meist das Kreuz betrachtend dargestellt.

Daten zum Bau der Pfarrkirche St. Ulrich in Öflingen 

Länge: 48,26 m
Breite 15,00 m
Höhe (Langhaus)         13.00 m
Turmhöhe 47,89 m
Bauzeit 1902 -1903
Kostenanschlag 143.000,00 Mark
Tatsächliche Kosten 185.607,00 Mark

Die neue Öflinger Kirche wurde am 18. Oktober 1903 durch den hochwürdigsten Erzbischof Dr. Thomas Nörber aus Freiburg geweiht.

Quelle: Pfarrchronik 100 Jahre Pfarrkirche St. Ulrich Öflingen


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