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Seit 2007 neu gestaltet - unsere Pfarrkirche St. Clemens und Urban in Schwörstadt
Mitten im Dorf steht unsere Pfarrkirche St. Clemens und Urban. Das Portal ein wenig verdeckt durch einen alten Lindenbaum, wie ein Fels im auf der Bundesstraße 34 brandenden Verkehr. Seit dem Abschluß der Renovationsarbeiten im Jahr 2007 erstrahlt nun der Innenraum unserer Kirche wieder in neuem Glanz.
Zusammen mit dem Bildhauer Michael Steigerwald Gsell aus Steinach konnten Formen gefunden werden, die den liturgischen Bedürfnissen entsprechen, freundlich und einladend sind, und vertraute Gestaltungselemente aus früheren Zeiten zusammen mit Neuem zu einem harmonischen Ganzen zusammenführen.
So ist unsere Kirche wieder neu zu einem Schmuckstück im Kern unseres Dorfes und zum Kristallisationspunkt des Lebens unserer Pfarrei geworden.
Sie ist mit dem zentralen Motiv des Lebensbaums ganz auf den Kern unseres Glaubens - Kreuz und Auferstehung Jesu Christi ausgerichtet. Die gesamte Einrichtung des Chorraums, der Taufort und der Marienaltar wurden von Michael Steigerwald 2007 neu geschaffen.
Er ist das bestimmende Element in unserer Kirche: der Lebensbaum von Michael Steigerwald. Durch die Auferstehung wird das Kreuz Christi zum Lebenssymbol. Im Lied singen wir "aus Kreuz und Leiden blühen Osterfreuden" - vor diesem österlichen Hintergrund werden die Wunden Christi als Rosen dargestellt, das Tötungswerkzeug wird zum Baum des Lebens. Dieser Lebensbaum wächst gleichsam aus dem Altar hervor auf dem sich in jeder Heiligen Messe das Kreuzesopfer Christi, das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern und eben diese Auferstehung Christi vergegenwärtigt - Lebensbaum, Baum des Lebens, der jeden Rahmen sprengt.
Die Bodenplatte des Altars ist aus der Steinplatte des Altars von 1962 gefertigt.
Der Tabernakel - Ort der Gottesgegenwart. Hier werden die konsekrierten Hostien aufbewahrt. Das darüber leuchtende ewige Licht ist Zeichen der Anwesenheit Gottes im Brot des Lebens. Der Tabernakel als Ort des Heiligen und der Anbetung.
In die neu geschaffene Stele ist der Tabernakel von 1962 eingefügt.
Der Corpus des Kreuzes aus dem alten Hochaltar von 1888, der über viele Jahre nicht mehr in unserer Kirche präsent war, hat hier einen neuen Ort gefunden.
Das Kreuz aus Stahl ist von Michael Steigerwald neu geschaffen. Es erinnert an einen Strom, an eine lebensspendende Quelle: aus Tod und Leid am Kreuz wird ein Strom des Lebens.
Vielleicht erinnern die aufsteigenden Wellen des senkrechten Balkens auch an den brennenden Dornbusch des Alten Testaments wo sich Gott auf dem Sinai als Jahwe - als der "Ich bin bei euch", als der "Ich bin der ich bin" seinem Propheten Moses offenbarte. Das Kreuz als neuer brennender Dornbusch, als Ort der neuen Offenbarung Gottes als der Gott, der auch im Leiden, in der tiefsten Erniedrigung dem Menschen nahe ist.
"Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast" (Lk 1.38) Maria sagte aus freien Stücken ja zur Verheißung. Dies bedeutet auch, daß Gott den Beginn der neuen Heilsgeschichte, den Beginn des Reiches Gottes unter den Menschen und damit die Erlösung vom JA eines Menschen in seiner Freiheit abhängig machte.
In Maria begann das Heil der Welt, sie trug den Gottessohn in sich und ist damit Urbild der Kirche. Darin liegt ihre herausragende Position in der Heilsgeschichte. Ihr Ja in freier Entscheidung machte die Menschwerdung Gottes möglich, ihr ganzes Leben war völlig auf Jesus Christus, den Erlöser der Welt ausgerichtet, Maria ist der Mensch der genau so ist, wie Gott ihn gedacht hat - deshalb gilt Maria unsere besondere Verehrung.
Die Taufe vereinigt viele Aspekte, die durch unterschiedliche Symbole verdeutlicht werden - Das Taufwasser und die Salbung mit heiligem Öl sind zentrale Zeichen im Taufritus.
Der Taufort verdeutlicht die wesentlichen Momente der Taufe. Das Wasser des Lebens fließt aus dem Taufbrunnen. Auch der Taufbrunnen ist aus dem Stein des alten Altars gefertigt. Die bei der Taufe verwendeten Heiligen Öle und die Schale für die Übergießung mit dem Taufwasser werden am Taufort aufbewahrt und sind für jeden Besucher der Kirche deutlich sichtbar.
Auch der Taufbrunnen ist aus Stein vom Altar von 1962 gefertigt.
An den beiden Seitenwänden befindet sich der Kreuzweg. Ohne diesen Kreuzweg Jesu Christi gäbe es kein Ostern, keinen Baum des Lebens.
Der Kreuzweg kann auch Sinnbild für unser menschliches Leben sein. Immer wieder erfahren wir Leid und Schmerzen, wir fallen und versagen und am Ende des Lebenswegs steht der Tod. Der Kreuzweg zeigt uns auch, daß der Tod nicht das letzte Wort hat: er führt hindurch zum Leben, dank des Kreuzes Jesu, das zum Lebensbaum geworden ist.
Die Kreuzwegbilder stammen von Ludwig Vollmar (Sohn von Johann Vollmar, dem Erbauer der Pfarrkirche St. Martin in Wehr) aus dem Jahr 1867.
Katholische Pfarrei St. Clemens und Urban Schwörstadt - Rheinstrasse 1 - 79739 Schwörstadt
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