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Der Heilige Ulrich von Augsburg Pfarrpatron de Pfarrei St. Ulrich Öflingen
Reich begütert wurde der Heilige Ulrich 890 in Augsburg geboren. Mit 10 Jahren kam er zur weiteren Ausbildung und Vorbereitung auf den geistlichen Beruf in die Benediktinerabtei nach St. Gallen (Schweiz). 908 wurde er Kämmerer beim Augsburger Bischof Adaopero und erhielt dort wahrscheinlich die Priesterweihe. Bis 923 verwaltete er den elterlichen Besitz. Im gleichen Jahr wählte ihn der Domklerus zum Oberhirten des Bistums Augsburg; damit wurde er gleichzeitig Reichsfürst. Die Wahl wurde von Heinrich I. bestätigt. Der Einfall der Ungarn im Jahr 954 verwüstete Dörfer und Klöster. Augsburg war von einer steinernen Mauer umgeben und wehrte alle Angriffe erfolgreich ab.
Ulrich selbst kämpfte nicht mit und war in den folgenden Friedensjahren um den Wiederaufbau der verwüsteten Diözese und der zerstörten Klöster bemüht. Er besuchte die Pfarreien und Priester zu Pferd oder mit dem Ochsenkarren und legte besonderen Wert auf eine würdige Liturgie. Sein Wunsch, als Mönch im Kloster zu leben und auf die Bischofswürde zu verzichten, wurde ihm von der Synode in Ingelheim abgelehnt.
Ulrich verstarb am 04. Juli 973 und wurde in der abgebrannten Afrakirche in Augsburg beerdigt. Papst Johannes Paul XV. sprach Ulrich 993 heilig. Zahlreiche Kirchen und Kapellen sind ihm geweiht.
Viele Pilger besuchten sein Grab. Er wurde Helfer bei Fieber, Augenkrankheiten, Hundebissen und gefahrvollen Reisen. Vor Naturkatastrophen, Überschwemmungen und Sturmfluten sollte er Schutz gewähren. Deshalb ist er meistens mit einem Fisch dargestellt. Dieses Symbol wurde in späterer Zeit nicht mehr verstanden und im 14. Jahrhundert in eine Legende umgedeutet: Der Heilige Ulrich nahm einst an einem Gastmahl beim Bischof Konrad von Konstanz teil, das sich in die Nacht von einem Donnerstag auf einen Freitag hinzog. Am Freitag gab er einem Boten ein restliches Stück Fleisch von dem Essen, obwohl der Genuß von Fleisch an Freitagen nach den Fastenregeln verboten war. Als das Stück Fleisch zum Beweis für seine Sünde vorgezeigt werden sollte, verwandelte es sich durch ein Wunder in einen Fisch, sodaß er der Anklage entgehen konnte.
Das Ulrichslied, das in Öflingen ihm zu Ehren auch heute noch an Patrozinium gesungen wird, entstand in der leidvollen Zeit nach dem 2. Weltkrieg:
"Streiter in Not, Helfer bei Gott ! Du Bischof und Held, von Gott auserwählt, mit Glaubenskraft beseelt! Bitte für uns, St. Ulrich!"
Die Öflinger Katholiken vertrauen seit Jahrhunderten dem Heiligen Ulrich , in dem sie ihm und dem Heiligen Wolfgang die alte Kirche weihten. Die neue Kirche von Öflingen hat nur noch den Heiligen Ulrich zum Patron. Dem Heiligen Wolfgang gedenkt man mit einer Statue auf dem Hochaltar.
Quelle: Pfarrchronik 100 Jahre Pfarrkirche St. Ulrich Öflingen
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