Katholische Pfarrei St. Martin Wehr (Baden)
Heute: Samstag der 6. Osterwoche - Liturgie: Schott Liturgische Tagestexte  

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Kirchenputz

Immer eine blitzsaubere Kirche

Bärbel Hauf bei der ArbeitDaß unsere Kirche immer einen sauberen und gepflegten Eindruck macht, kommt nicht von ungefähr. Fleißige Hände sind das ganze Jahr über tätig, sodaß wir uns in der St. Martins-Kirche wohlfühlen können. Hier ein kleiner Rückblick zum Thema Raumpflege in unserer Kirche. Bezüglich der Zeit vor 1970 beziehe ich mich auf die Erinnerungen von Bernhard Griener, der zusammen mit seiner Schwester Veronika als Jugendlicher seinen Eltern beim "Kirchenputz" geholfen hat. (Anmerkung der Redaktion)

Im Jahr 1954 zogen meine Eltern, Elisabeth und Oskar Griener, von der Schwörstadter Straße hinauf zum Kirchplatz. Von da an kann angenommen werden, daß meine Mutter das Putzen in der Kirche übernommen hat. Wöchentlich einmal wurde dafür gesorgt, daß die Kirche in Ordnung war. Dabei haben wir Griener - Kinder und weitere Verwandte (Familie Adolf Kummle) mitgeholfen. Größere Reinigungsarbeiten wurden nur einmal jährlich mit entsprechendem Personal durchgeführt. Dies blieb so bis zur Erkrankung meiner Mutter im September 1967 und deren Tod im November 1967. Elisabeth Kiefer und Hilda Hirz haben in den letzten Jahren vor 1967 schon mitgeholfen. (Soweit die Recherchen von Bernhard Griener)

Lioba Griener in AktionSoweit sich Frau Lioba Griener und Frau Maria Schenk zurückerinnern können, waren für die Sauberkeit von St. Martin vor 1970 Margarethe Büche, Hilda Hirz, Johanna Wasmer und Anni Multner zuständig. Als 1969 Lioba Griener als Reinemachefrau begann, wurde sie von Anni Multner eingewiesen. Seit über 40 Jahren versieht nun Lioba Griener diesen Dienst. Auch Maria Schenk war 25 Jahre lang für die Sauberkeit unserer Kirche mitverantwortlich. Zwischenzeitlich waren auch noch Maria Schmitz, Josefine Sumpf und aushilfsweise Martha Eschbach und Helene Schwarzmüller tätig.
 

Das Putzgeschwader: Bärbel Hauf, Lioba Griener und Maria GrienerWöchentlich putzen Lioba Griener zweimal und Bärbel Hauf einmal. Ottilia Rüttnauer steht als Aushilfe immer zur Verfügung. Bei der Kirchenrenovation (1984 - 1988), war sehr viel Arbeit zu bewältigen. Gottesdienste wurden zeitweise im Pfarrzentrum gehalten. Deshalb mußte dieser Raum immer wieder zusätzlich in Ordnung gebracht werden. Nach Gottesdiensten, welche zu dieser Zeit in der evangelischen Kirche für uns Katholiken stattfanden, war für das Putzteam "Entlastung" angesagt. In Zeichen der Ökumene haben das die evangelischen Mitschwestern übernommen.

Ehrung von Frau Lioba Griener für 40 Jahre Dienst an der Sauberkeit unserer Kirche.Die Renovation unserer Kirche brachte uns auch Vorteile. Vorher hatten wir nur kaltes Wasser zur Verfügung und mußten also mit Hilfe eines Tauchsieders für heißes Wasser sorgen. Seither gibt es einen Durchlauferhitzer. Einmal im Jahr wird Großputz gemacht. Dann ist die Reinigung der Altäre, Fenster, Gesimse und aller Gegenstände dran, welche man ohne Leiter nicht erreichen kann. Eine Handvoll Frauen und Männer aus unserer Pfarrgemeinde helfen dann zusätzlich mit. Im Winter oder bei sehr schlechtem Wetter ist es öfters auch nötig, zwischendurch sauber zu machen. Vor oder nach den Weihnachtsgottesdiensten kommt es schon vor, daß nachts oder sehr früh am Morgen die Kirche nochmals sauber gemacht werden muß.

Die Arbeit findet immer unter Aufsicht stattEine sehr große Hilfe und Erleichterung sind die neuen Putzgeräte, welche wir im Jahr 2000 bekommen haben. Mit einem neuen Super-Staubsauger mit Verlängerungsrohr können jetzt die oberen Kanten der Gesimse abgesaugt werden. Drei Mitglieder des Pfarrgemeinderates haben sich der Sache angenommen und die Lampen und Leuchtstäbe der indirekten Beleuchtung abgesaugt. Manchmal kommt es auch vor, daß "gute Geister" vorbeikommen und uns ein Vesper bringen oder es kommen Urlauber in die Kirche und sagen uns, wie schön das Gotteshaus sei. Das freut uns - und es macht Spaß, wenn alles wieder sauber ist. Wir putzen mit Frohsinn und Humor und nennen uns lustigerweise "Putzgeschwader St. Martin".

Anmerkung: Nach Festtagen, an welchen die Gottesdienste verstärkt besucht werden, gibt es immer wieder Überraschungen. Da finden wir beim Putzen Bonbons, Kaugummis, Schnuller, Lippenstifte, Handschuhe, Schals, Mützen, Schirme bis hin zu Kugelschreiber, Brillen, Etuis oder auch Schoppenflaschen.

Text: Bärbel Hauf


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