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KAB - Kath. Arbeitnehmerbewegung, Gruppe Wehr
Die KAB will im gemeinsamen und persönlichen Dienst mitwirken, daß eine christliche Lebenshaltung in der Arbeitswelt lebendig werden kann.
Bildungsarbeit in der KAB zielt auf eine gesellschaftsverändernde politische Praxis. Ausgangspunkt und somit Grundlage ist der biblische Schöpfungsbericht, der zugleich zur Achtung des Lebens sowie zur Achtung der Menschenwürde verpflichtet.
Die KAB motiviert und qualifiziert Frauen und Männer zu einer aktiven Teilnahme am politischen Geschehen. Sie unterstützt die Mitwirkung in Parteien, Gewerkschaften, Bürgerinitiativen und sozialen Bewegungen, soweit in diesen weltanschauliche Toleranz gewährleistet ist.
Diesen Beitrag will die KAB als kirchliche Gemeinschaft leisten, die sowohl dem Evangelium als auch der katholisch-christlichen Soziallehre verpflichtet ist.
Wir, die KAB, sind offen für alle, die in diesem Sinne mitarbeiten möchten.
Zu unseren monatlichen Aktions-, Gesprächs- und Bildungsveranstaltungen laden wir Sie herzlich ein mitzudenken, mitzureden, mitzutun.
Hubert Ruhnau, Starenweg 1, 79664 Wehr Tel. 07762 1477
Die KAB wurde im Jahr 1958 in Wehr gegründet, aber zunächst nicht unter dem Namen KAB. Ursprünglich war es das "Werkvolk", das in einer Gründungsversammlung am Sonntag, den 27.April 1958 in der Aula der Volksschule Wehr zusammenkam. Anwesend war der Arbeiterseelsorger Pater Th. Langlotz aus Freiburg und die Sozialreferentin Frau Line Eid, ebenfalls aus Freiburg.
Den älteren Bürgern in Wehr dürfte Line Eid noch bekannt sein. Sie betreute die Wehrer Gruppe des WERKVOLKS in den Anfangsjahren. Vorsitzender des WERKVOLKS / Gruppe Wehr, wurde August Uecker. Die Gruppe zählte etwa 30-40 Mitglieder.
Ziel des Werkvolks war, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu monatlichen Versammlungen einzuladen und mit sachkundigen Referenten über arbeits- und sozialrechtliche Themen zu sprechen, zu informieren und den Teilnehmern die Gelegenheit zur Diskussion über .diese Themen zu geben.
Im Jahre 1974 wurde der Name "Werkvolk" umgewandelt, und es gab von nun an die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, KAB. Die KAB gibt es in ganz Deutschland. Wehr gehört zum Bezirk Hochrhein. Die einzelnen Bezirke sind zum Diözesanverband zusammengeschlossen, der wiederum dem süddeutschen Verband angehört, dessen Hauptsitz in München ist.
Am Ziel der KAB hat sich bis heute nichts geändert: Gesellschaftliche. sowie christlich-soziale Probleme sind auch heute für die KAB aktuell. Arbeitsrecht, Umwelt, Ausländerpolitik und Sozialpolitik sind nur einige Themen, die heute in der KAB behandelt werden. Zahlreiche Initiativen sind Resultat des familienpolitischen Engagements der KAB, zum Beispiel: "Rente für Mütter". Durch die bundesweit angelegte Informations- und Unterschriftenaktion wurde schließlich die Anrechnung der Erziehungszeiten für die Rente im Bundestag angenommen und gesetzlich eingeführt.
Eine weitere bundesweit angelegte Aktion war der Erhaltung des Sonntags gewidmet. Mit dem Slogan "Sonntag muß Sonntag ,bleiben" wollte sie auf die Gefahr der Aushöhlung des Sonntags durch die. Industrie, zugunsten der Profitgier einzelner aufmerksam machen.
Auf der Grundlage der katholischen Soziallehre und des Evangeliums will die KAB an der gerechten Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung mitbauen. Die KAB Gruppe Wehr wird auch weiterhin Informations- und Diskussionsabende zu aktuellen Themen abhalten.
Die Gruppe besteht augenblicklich aus 23 Mitgliedern. Vorsitzender ist Hubert Ruhnau.
Text: Hedi und Hubert Ruhnau
Katholische Pfarrei St. Martin Wehr (Baden) - Kirchplatz 1 - 79664 Wehr
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